Megafusion
Dow und Dupont bieten Zugeständnisse an

Damit die geplante Fusion von der EU-Kommission eine Zustimmung erhält, planen die US-Chemieriesen Dow Chemical und Dupont Verkäufe von Unternehmensteilen. Davon könnte ein deutscher Chemiekonzern profitieren.
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Brüssel/FrankfurtDie US-Chemieriesen Dow Chemical und Dupont wollen sich mit dem Verkauf von Unternehmensteilen grünes Licht von den EU-Wettbewerbshütern für ihre geplante Fusion sichern. Zu den Zugeständnissen gehören der Verkauf eines Teils des Dupont-Pflanzenschutzgeschäfts sowie ein Geschäft mit bestimmten Kunststoff-Zusatzstoffen von Dow, wie aus einer E-Mail von Dow hervorgeht. Die EU-Kommission will sich nun etwas mehr Zeit nehmen, um den Zusammenschluss im Volumen von 130 Milliarden Dollar zu prüfen, und verlängerte die Frist dafür auf den 4. April. Bislang war der 14. März vorgesehen.

Von Interesse könnten die Verkäufe im Pflanzenschutzgeschäft für den deutschen Chemieriesen BASF sein. Dieser hält sich bislang aus dem Übernahmepoker im Agrarchemiegeschäft heraus, steht damit aber parat für Zukaufsgelegenheiten, die sich aus kartellrechtlich bedingten Verkäufen ergeben könnten.

Die Fusion von Dow und DuPont wäre die größte in der Chemiebranche aller Zeiten. Beide Partner bekräftigten, den Deal im ersten Halbjahr unter Dach und Fach bringen zu wollen. Danach soll der neue Branchengigant in drei verschiedene Unternehmen aufgespalten werden, darunter eines, das sich auf die Agrarchemie konzentriert. Im Geschäft mit Pflanzenschutzmitteln und Saatgut sind mit dem Zukauf von Monsanto durch Bayer und der Übernahme der Schweizer Syngenta durch Chemchina auch andere Mega-Deals geplant. Die Regulierer werden diese deshalb genau unter die Lupe nehmen.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

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