Mehr Transaktionen erwartet
Chemie-Branche wird geliftet

Übernahmen, Spartenverkäufe und Ausgliederungen dürften die Chemiebranche 2006 weiter kennzeichnen. Zu dieser Erkenntnis kommt eine Studie der Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Pricewaterhouse Coopers (PWC).

FRANKFURT. Nachdem sich das Volumen für derartige Transaktionen innerhalb der vergangenen drei Jahre knapp 56 Mrd. Dollar verdoppelt hat, wurden nach Daten von PWC im ersten Halbjahr weitere Chemie-Deals im Wert von mehr als 58 Mrd. Dollar abgewickelt oder angekündigt – und damit der Vorjahreswert bereits jetzt übertroffen.

Für die nähere Zukunft sieht PWC viele Chancen für weitere Transaktionen in der Branche. „Viele Unternehmen versuchen, mit dem Erwerb von Firmen oder Unternehmensbereichen ihre Marktposition in Europa und Asien abzusichern“, so Volker Fitzner, der die Beratungssparte von PWC im Chemiebereich leitet.

Nicht zuletzt die geplante Übernahme des Industriegase-Herstellers BOC durch Linde – mit 14,3 Mrd. Dollar der größte Verkauf in der Branche - untermauert aus Sicht der PWC-Experten eine Tendenz zu größeren Übernahmen. Die Zahl der Einzeltransaktionen mit einem Wert von mehr als einer Mrd. Dollar hat sich nach Daten von PWC im vergangenen Jahr bereits auf 15 verdoppelt. Hauptgrund dafür ist das wachsende Interesse von so genannten „strategischen Investoren“, das heißt von Industrieunternehmen, die ihre Geschäfte durch Zukäufe ausbauen.

Alleine der Branchenführer BASF hat im ersten Halbjahr mit Engelhard, Degussa-Bauchemie und Johnson Polymers drei größere Akquisitionen vorgenommen. Auch wenn nun die Integration dieser Unternehmen im Vordergrund steht, bleibt die „Portfolio-Optimierung“ ein wichtiger Teil der BASF-Strategie, wie Firmenchef Jürgen Hambrecht jüngst im Gespräch mit dem Handelsblatt deutlich machte. Auch Firmen wie die US-Konzern Huntsman oder die britische Ineos-Gruppe haben sich in jüngerer Zeit durch Käufe verstärkt.

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