Mercedes an der Spitze
Autobauer verkaufen teurere Modelle

Die durchschnittlichen Verkaufspreise der in Deutschland heimischen Autohersteller haben laut einer Studie das Niveau vor der Abwrackprämie erreicht. Im Preisranking ganz vorn landet erstmals seit fünf Jahren nicht mehr BMW, sondern Mercedes.
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HAMBURG. Die heimischen Autohersteller verkaufen 2010 erheblich größere und höherwertige Fahrzeuge als im Vorjahr. Das geht aus einer Studie des Centers Automotive Research (CAR) an der Universität Duisburg-Essen hervor, die dem Handelsblatt exklusiv vorliegt.

Der Durchschnittspreis der in Deutschland verkauften Neuwagen lag der Studie zufolge im Zeitraum Januar bis September bei 24 750 Euro – 2008 waren es 24 850 Euro. Die staatliche Abwrackprämie in Höhe von 2 500 Euro hatte im Krisenjahr 2009 den Absatz von kleineren Modellen befeuert und den Durchschnittspreis hierzulande auf 21 775 Euro gedrückt. Damit wurde der kontinuierliche Anstieg der Preise nach drei Jahrzehnten erstmals gestoppt. Die Delle können Autobauer wie Audi, BMW, Ford, Opel und Volkswagen, die in Deutschland produzieren, aber bis Ende des Jahres angesichts des Aufschwungs wieder ausgleichen.

„Der Run auf Klein- und Kompaktwagen ist gestoppt“, sagte CAR-Chef Ferdinand Dudenhöffer. Ein wesentlicher Vorteil für die Hersteller besteht in den bei höherwertigen Fahrzeugen anfallenden größeren Margen, die zu steigenden Gewinnen vor allem bei den Premiumherstellern führen. „Der Modell-Mix bei Neuwagen macht den Controllern Spaß“, so Dudenhöffer.

Audi, BMW und Mercedes sind dank des Aufschwungs in den meisten Automärkten der Welt auf Rekordkurs. Die Aktienkurse von BMW, Daimler und VW haben seit Jahresbeginn kräftig zugelegt.

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  • Sehr geehrter Hr. Schneider, ihre Recherche bzgl. der durchschnittlichen Verkaufspreise ist nicht korrekt. 1. Die durchschnittlichen Erlöse von Audi und bMW sind zu hoch angesetzt. Zweitens Mercedes lag immer vorne im bereich Premium, bei den durchschnittlichen Verkaufspreisen. Siehe dazu die Geschäftsberichte der Firmen.

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