Merck-KGaA-Chef Karl-Ludwig Kley im Interview
„Das Display-Geschäft ist noch lange nicht gesättigt“

Der Chef des Pharma- und Chemiekonzerns Merck, Karl-Ludwig Kley, denkt "intensiv über Akquisitionen" nach - und das ausdrücklich für beide Säulen des Konzerns. Im Handelsblatt-Interview spricht er zudem über mangelnde Innovationen bei Arzneien, Fehleinschätzungen von Branchenbeobachtern und die Bedrohung des Flüssigkristallgeschäfts durch neue Technologien wie die organischen Leuchtdioden.

Frage: Herr Kley, die Pharmabranche kämpft derzeit mit gravierenden Wachstumsschwächen. Einige Großkonzerne versuchen gerade, selbst ins Geschäft mit Nachahmermedikamenten einzusteigen. Haben Sie den Verkauf der Merck-Generikasparte schon bereut?

Kley: Nein überhaupt nicht. Mit der Übernahme von Serono und dem Verkauf unserer Generika-Sparte haben wir ganz bewusst einen Strategiewechsel vollzogen. Wir wollen uns dem Leistungs- und Innovationswettbewerb stellen und dort gewinnen. Bei den biotechnologisch hergestellten Arzneimitteln gehören wir zur Weltspitze. Im reinen Kostenwettbewerb dagegen hätten wir auf Dauer keine Chance.

Gerade was die Produktentwicklung angeht, tut sich die Pharmabranche derzeit schwer. Viele Investoren sehen die Industrie daher bereits in einem...

 
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