Industrie
Merkmale der Konkurrenten

Die neuen Golf- und Astra-Modelle im kritischen Design-Vergleich.

Scheinwerfer: „Beide wollten sie haben: Dreidimensionale, runde Doppelscheinwerfer unter Klarsichtglas. In der Tat sind diese Details heute längst Standard und – sowohl für den Golf als auch für den Astra – gleichzeitig ein Bruch mit der Tradition des bekannten Familien-Looks.“

Motorhaube: „Im Golf ist sie weicher, im Astra markanter: Beide tragen eine Bügelfalte um die Scheinwerfer, mit der sie die Kotflügel und die flache Motorhaube betonen. Überall herrscht mehr Markenpräsenz: mit dicker Chromleiste beim Opel, einem Emblem in Brottellergröße beim Golf.“

Frontschürze: „Neue DIN-Norm? Die untere Frontpartie ist bei beiden Wagen sportlich, dreigeteilt, mit seitlich angebrachten Nebelscheinwerfern. Lustiges Detail: Schutzleisten. Beim Golf gibt es sie nur vorne, beim Opel nur hinten. In beiden Fällen ist der praktische Nutzen nicht zu erkennen.“

Radläufe: „Breiter und tiefer ab Werk. Die Radläufe sind für bis zu 18 Zoll große Räder gedacht und sorgen für einen viel zu sportlichen Auftritt. Beim Golf scheinen sie aus einem Guss geformt, im Opel sind sie scharf, kantig und deutlich stärker ausgeprägt.“

Schulterlinie: „Keilförmig und ansteigend für ein bulligeres Aussehen. Das Designdetail kennt man bereits vom Astra zwei und dem Golf drei. Nun ist es bei beiden gleichzeitig da und ist sogar noch stärker betont. Für die Insassen bringt es keinen Raumvorteil.“

Der Autor, Paolo Tumminelli, ist Professsor für Design an der FH Köln.

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