Industrie
Metzler-Bank zieht sich von Kovats zurück

Die Zukunft des Maschinenbauers Müller Weingarten ist wieder völlig offen. Erst vor zwei Wochen hatte der österreichische Unternehmer Mirko Kovats den Anschein erweckt, als habe er sich mit dem Frankfurter Privatbankhaus Metzler über den Kauf des Herstellers von Pressen für die Automobilindustrie geeinigt. Bei Metzler sind seit rund vier Jahren gut 68 Prozent der Müller-Weingarten-Aktien geparkt.

wb FRANKFURT/M. Offenbar hat sich Kovats zu früh und zu weit aus dem Fenster gelehnt, auch in der Absicht, den Abschluss öffentlich zu zementieren, wie Finanzkreise vermuten. Es habe zwar schon grundsätzliche Vereinbarungen zwischen Metzler und Kovats gegeben, doch die Detailverhandlungen hätten gerade erst begonnen, hieß es.

Als Kovats nach seiner öffentlichen Ankündigung eines baldigen Vertragsabschlusses die Grundvereinbarungen über den Preis und wesentliche Konditionen wieder in Frage stellte, habe sich die Metzler-Bank zurück gezogen, berichten verhandlungsnahe Kreise. Die Bank verhandele jetzt weiter mit den Interessenten, die schon vor der vermeintlichen Einigung mit Kovats im Boot waren. Ob der österreichische Industrielle damit ganz aus dem Spiel ist, blieb unklar.

Metzler hatte bereits seit 2001 nach einem Käufer für Müller Weingarten gesucht, zunächst im Auftrag der damaligen Großaktionäre. Dazu zählten neben dem größeren Konkurrenten Schuler AG, der 22 Prozent an Weingarten hielt, die Landesbank Baden-Württemberg (LBBW) mit rund 46 Prozent und die Stuttgarter Fritz Bösch Industriebeteiligungen mit ebenfalls 22 Prozent. Schuler und die LBBW verkauften ihre Pakete 2002 an die Metzler-Bank. Das Bösch-Paket ging 2003 an Manuel Knapp-Voith, der es nach wie vor hält.

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