Milliarden-Einsparungen geplant
Ford kappt Zulieferer-Zahl deutlich

Der US-Autohersteller Ford will einem Zeitungsbericht zufolge sein globales Beschaffungsprogramm überarbeiten und Aufträge für zukünftige Modelle an deutlich weniger Zulieferer vergeben. Durch die Straffung des Einkaufs sollen offenbar Milliarden eingespart werden.

HB NEW YORK. Wie das Wall Street Journal am Donnerstag berichtete, plant der Konzern die Zahl seiner Zulieferer weltweit von 2500 auf weniger als 1000 zu reduzieren. Verträge sollten künftig größere Volumina und längere Laufzeiten haben. Betroffen seien 20 wichtige Einbauteile wie Sitze, Reifen und Stoßdämpfer mit einem Einkaufsvolumen von insgesamt mehr als 35 Mrd. Dollar. Dies solle für alle Modelle gelten, die ab 2008/2009 gebaut würden, berichtete die Zeitung unter Berufung auf Unternehmensvertreter. Der Plan solle noch im Laufe des Tages vorgestellt werden. Die Ford-Aktie legte nach Bekanntwerden des Berichts vorbörslich um ein Prozent zu.

Über die exakte Größenordnung der Sparpläne wurde zunächst nichts bekannt. Einkaufschef Tony Brown sagte jedoch, er erwarte bei Garantieleistungen, Autoteilen, Materialien und Dienstleistungen „signifikante“ Einsparungen. Die Umstrukturierung ist Teil der Bemühungen von Ford-Chef William Clay Ford Jr., den zweitgrößten US-Autobauer aus den roten Zahlen zu führen. Für das zweite Quartal wies das Unternehmen einen operativen Verlust bei seinem Autogeschäft von 1,1 Mrd. Dollar aus.

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