Milliardenübernahme geplant
Clinch in französisch-spanischer Baubranche führt in Übernahmekampf

dpa-afx PARIS. Der spanische Baukonzern Sacyr Vallehermoso will mit der feindlichen Übernahme der französischen Eiffage zum viertgrößten Baukonzern Europas aufsteigen. Sacyr bietet zwölf eigene Aktien für je fünf Eiffage-Anteile, wie aus einer am Donnerstag vorgelegten Mitteilung an die Pariser Börsenaufsicht AMF hervorgeht.

Der Markt zeigte sich von der Übernahmeofferte nicht begeistert. Der Kurs von Sacyr ging bis zum Nachmittag um 2,91 Prozent auf 42,35 Euro zurück. Eiffage-Papiere brachen um 5,29 Prozent ein und lagen bei 105,60 Euro. Die neue Gruppe werde auch einer der größten Betreiber von Autobahnen in Europa und Lateinamerika, sagte Sacyr-Chef Luis Del Rivero in Paris. Das Unternehmen würde dann über 3 400 Kilometern Asphaltpiste verfügen.

Klage AngekÜNdigt

Am Mittwoch waren die Spanier auf der Eiffage-Hauptversammlung mit dem Versuch gescheitert, fünf eigene Leute im Verwaltungsrat durchzusetzen. Eiffage-Chef Jean-François Roverato hatte die Stimmrechte spanischer Aktionäre einfrieren lassen und feierte dies als "Rettung" von Eiffage. "Wir wollen keinen direkten Konkurrenten im Eiffage-Verwaltungsrat, denn das wäre der Tod unserer Strategie", sagte er. Rivero kündigte daraufhin eine Klage gegen "diesen Putsch" an und legte das Übernahmeangebot für den drittgrößten französischen Baukonzern vor.

Sacyr hält bereits 33,32 Prozent an Eiffage. Das französische Unternehmen kam 2006 auf einen Umsatz von 10,75 Mrd. Euro und einen Überschuss von 377 Mill. Euro. Das Angebot aus Spanien bewertet Eiffage mit 9,75 Mrd. Euro um rund 600 Mill. unter dem aktuellen Marktwert.

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