Mitsubishi Fuso
Daimler baut Hybrid-LKWs in Japan

Daimler will LKWs mit Hybrid-Antrieb künftig vorwiegend in Japan entwickeln. Dabei wird die japanischen Konzerntochter Mitsubishi Fuso auch Europa mit der Öko-Technik beliefern. So sollen Hybridlaster noch in diesem Jahr in Großbritannien in den ersten Praxistest gehen.

TOKIO. Die neuen Modelle sollen auf den leichten Lastwagen der Marke „Canter“ und den in Japan bereits vermarkteten Hybridbussen von Fuso aufbauen, erklärte Daimler am Donnerstag in Tokio. Hybridfahrzeuge sind ein wesentlicher Teil eines neuen Programms, das den Flottenverbrauch deutlich senken soll.

Hybridlaster aus Japan sollen beispielsweise noch in diesem Jahr in Großbritannien in den ersten Praxistest bei Kunden gehen. Der Antrieb ist der gleiche wie beim Canter-Hybrid für den japanischen Markt, das Fahrzeug ist ansonsten jedoch stark an europäische Erfordernisse angepasst. Zusammen mit Mercedes Benz stattet Fuso zudem den 7,5-Tonner Atego Blue Tec mit einem Hybridmotor aus. Solche Antriebe verfügen sowohl über einen Elektromotor mit starker Batterie als auch über einen Benzinmotor. Durch die optimale Ausnutzung des Treibsstoffs spart die Technik Sprit. Da in der Stadt hauptsächlich der Elektromotor läuft, sind zudem weniger Menschen Abgasen ausgesetzt.

Mitsubishi Fuso hat bereits eine starke Präsenz in asiatischen Märkten für umweltfreundliche LKWs und Busse. Fuso verfügt außer in Japan über Fabriken in Taiwan sowie in mehreren Ländern Südostasiens. Gerade in Schwellenländern steigt die Nachfrage nach leichten LKWs. Das Auslandsgeschäft übertrifft bei Fuso längst das Inlandsgeschäft. Mit dem Canter Eco Hybrid bietet das Unternehmen einen erprobten Kleinlaster an. Seit diesem Jahr sind auch schwerere LKWs mit Hybdridmaschine hinzugekommen. Auf der Tokyo Motor Show stellte das Unternehmen Anfang des Monats eine Studie für den besonders umweltfreundlichen Kipplaster der nächsten Generation vor. "Die weiter laufende Entwicklung der Hybridtechnik entspricht Mitsubishi Fusos Rolle als Daimlers Kompetenzzentrum für diesen Technikbereich. Dazu gehören auch Systeme, die weltweit eingesetzt werden sollen“, teilte Fuso mit.

Das Unternehmen hat einer Erhebung des Wirtschaftsinformationsdienstes Nikkei zufolge mit 23,3 Prozent den drittgrößten Marktanteil in Japan nach der Toyota -Tocher Hino und dem Toyota -Partner Isuzu. Die Branche verkaufte dort im vergangenen Jahr 110 000 Lastwagen. Fuso konnte seinen Marktanteil um 2,6 Prozentpunkte ausbauen, was Analysten darauf zurückführen, dass Imageschäden wegen einer Rückrufaktion langsam in Vergessenheit geraten. Fuso macht ein glattes Drittel an der weltweiten Daimler-Nutzfahrzeugproduktion unter den Marken Freightliner, Benz und Mitsubishi aus.

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