Modellbahnhersteller
Märklin offenbar kurz vor dem Verkauf

Der Verkauf des traditionsreichen Modelleisenbahnherstellers Märklin steht nach Informationen der „Stuttgarter Zeitung“ kurz vor dem Abschluss: Mit dem britischen Finanzinvestor Kingsbridge sei ein neuer Vertrag ausgehandelt worden, dem auch die drei bisher verkaufsunwilligen Gesellschafter zustimmten.

HB GÖPPINGEN. 19 der 22 Familieneigentümer sowie der Betriebsrat hatten zuvor bereits zugestimmt, das Angebot des Finanzinvestors anzunehmen. Kingsbridge sei bereit, den Eignern bis zu 30 Millionen Euro für ihre Anteile zu zahlen, zitiert die Zeitung Verhandlungskreise.

Nur 13 Millionen Euro würden allerdings sofort fließen, zwei Millionen Euro blieben für eventuell nicht entdeckte Probleme in den Geschäftsbüchern unter Verschluss. Den Rest wolle Kingsbridge zahlen, wenn Märklin wie geplant in drei bis sieben Jahren an einen anderen Investor weiter verkauft werde.

Märklin steckt tief in der Krise. Die Umsätze sind seit 2002 um 25 Prozent auf 123 Millionen Euro (2005) eingebrochen. In den vergangenen beiden Jahren schrieb die Firma einen Verlust von 20 Millionen Euro nach Steuern. Die Schulden belaufen sich auf 55 Millionen Euro. Zwei Banken hatten ihre Kredite bereits mit einem Abschlag an den Finanzinvestor verkauft.

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