Monsanto
Saatgut-Riese rutscht tiefer in die roten Zahlen

Wegen seiner gentechnisch veränderten Produkte steht Monsanto immer wieder in der Kritik. Nun muss der US-Agrarkonzern auch noch einen Millionen-Verlust hinnehmen. Mit Sparmaßnahmen will das Management gegensteuern.

Frankfurt/Kansas City/St. LouisDer US-Agrarchemiekonzern Monsanto setzt nach der gescheiterten Übernahme des Schweizer Konkurrenten Syngenta den Rotstift an. Den Einsparmaßnahmen fallen 2600 der insgesamt mehr als 21.100 Stellen zum Opfer, wie das Unternehmen am Mittwoch mitteilte. Weltweit plane Monsanto Kostensenkungen, dazu gehöre auch ein Eindämpfen der Forschungs- und Entwicklungsausgaben sowie die Trennung vom Zuckerrohrgeschäft. Der Saatgutriese erhofft sich davon eine jährliche Ersparnis von bis zu 400 Millionen Dollar. Zugleich greift das Management um Vorstandschef Hugh Grant tief in die Tasche, um die Aktionäre bei Laune zu halten: Für drei Milliarden Dollar soll in Kürze ein neues Aktienrückkaufprogramm gestartet werden, das Monsanto innerhalb der nächsten sechs Monate abschließen will.

Der Agrarkonzern leidet unter schwachen Geschäften in der Landwirtschaft und rutscht tiefer in die roten Zahlen. Im Geschäftsquartal bis Ende August stieg der Verlust verglichen mit dem Vorjahreszeitraum von 156 auf 495 Millionen Dollar (gut 440 Millionen Euro), wie das Unternehmen am Mittwoch mitteilte. Der Umsatz sank von 2,6 auf 2,4 Milliarden Dollar. Schuld sind rückläufige Preise auf den Agrarmärkten und negative Wechselkurseffekte. Auch für das neue Geschäftsjahr rechnet der Vorstand mit weniger Gewinn.

Bei Anlegern kamen die Zahlen nicht gut an, die Aktie fiel vorbörslich zunächst um fast drei Prozent. Monsanto ist einer der weltgrößten Anbieter von Saatgut. Der Konzern steht wegen seiner gentechnisch veränderten Produkte immer wieder in der Kritik.

Im August war das Unternehmen mit seiner rund 47 Milliarden Dollar schweren Offerte bei Syngenta abgeblitzt und hatte seine Pläne daraufhin aufgegeben. Auch die Schweizer hatten danach ein milliardenschweres Aktienrückkaufprogramm angekündigt.

Agentur
dpa 
dpa Deutsche Presse-Agentur GmbH / Nachrichtenagentur
Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur
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