Monstergewinn
Porsche macht mehr Gewinn als Umsatz

Der Sportwagenbauer Porsche hat das beste Ergebnis in der Unternehmensgeschichte erzielt. Der Vorsteuergewinn liegt bei 8,57 Milliarden Euro – wobei allein die Beteiligung an VW 6,83 Milliarden einbrachte. Im Kerngeschäft tritt Porsche hingegen auf der Stelle - und wagt auch keine Prognose mehr.

HB STUTTGART. Der Sportwagenbauer Porsche hat einen riesigen Gewinnsprung verbucht und das mit Abstand beste Ergebnis in der Unternehmensgeschichte erzielt. Erstmals lag in dem Geschäftsjahr 2007/2008 der Vorsteuergewinn über dem Umsatz. Wie die Stuttgarter am Freitag nach einer Aufsichtsratssitzung mitteilten, lag das Ergebnis vor Steuern bei 8,57 Mrd. nach 5,85 Mrd. Euro im Vorjahr. Der Überschuss stieg von 4,24 Mrd. auf 6,39 Mrd. Euro. Die Erlöse betrugen 7,46 Mrd. Euro (Vorjahr: 7,4 Mrd). Die Dividende soll nun erhöht werden.

Alleine die Beteiligung an Volkswagen trug mit 6,83 Mrd. Euro zum Ergebnis bei. Im Vorjahr hatte die VW-Beteiligung einen Beitrag von 3,59 Mrd. Euro geleistet. Porsche hatte Ende Oktober seinen Anteil an Europas größtem Autobauer auf 42,6 Prozent der Stammaktien ausgebaut. Zusätzlich halten die Stuttgarter etwas weniger als 31,5 Prozent in Form von Optionen zur Kurssicherung.

Allerdings hat Porsche im abgelaufenen Geschäftsjahr im Sportwagen-Geschäft kein Wachstum erzielt. Ein Sprecher sagte am, Porsche habe vor Steuern rund eine Milliarde Euro verdient und damit in etwa so viel wie ein Jahr zuvor. Porsche trete damit auf der Stelle, räumte der Sprecher ein. „Das ist eine gigantische Leistung, wenn man bei sieben Mrd. Euro Umsatz eine Milliarde Gewinn macht.“

Für die nächsten Monate zeigte sich Vorstandschef Wendelin Wiedeking am Freitag wenig optimistisch: Auch an Porsche gehe die Krise in der Autobranche nicht spurlos vorüber. Der Absatz des Vorjahres werde daher voraussichtlich nicht mehr erreicht. Auf eine Prognose über den Geschäftsverlauf verzichtete Porsche vollständig.

An seinem Fahrplan zur Aufstockung bei VW halte Porsche unverändert fest. „Wenn es wirtschaftlich Sinn macht, stocken wir dieses Jahr auf mehr als 50 Prozent auf und nächstes Jahr auf 75 Prozent.“ Den derzeitigen VW-Aktienkurs bezeichnete der Sprecher als wirtschaftlich weiterhin „unsinnig“.

Wegen des riesigen Gewinnsprungs wollen die Stuttgarter ihre Sonderdividende von 1,50 Euro je Aktie im Vorjahr auf 2,0 Euro erhöhen. Die normale Dividende soll wie im Vorjahr 0,69 Euro je Stammaktie und 0,70 Euro je Vorzugsaktie betragen.

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