Nach 233 Millionen Euro Verlust im Vorjahr
VW will bei Nutzfahrzeugen 2005 Ertragswende schaffen

Der Volkswagen-Konzern rechnet wegen der schwachen Nachfrage im Inland in seinem Nutzfahrzeuggeschäft nun erst 2005 mit der Rückkehr in die Gewinnzone. Für dieses Jahr hat die VW-Nutzfahrzeugsparte dieses Ziel aufgegeben.

HB HANNOVER. „Wir sehen 2004 als ein Brückenjahr und wollen den Turn-around 2005 schaffen“, sagte VW-Nutzchef Bernd Wiedemann am Dienstag auf der Nutzfahrzeug-Messe in Hannover. Im März hatte Wiedemann nach einem operativen Rekordverlust im Jahr zuvor für 2004 zumindest noch ein ausgeglichenes Ergebnis in Aussicht gestellt, dies aber auch vom Anspringen der Konjunktur abhängig gemacht.

Wiedemann sagte, der operative Verlust aus den ersten sechs Monaten von 134 Mill. Euro sei nicht auf das gesamte Jahr hochzurechnen. Er wollte sich aber auch nicht auf eine mögliche Größenordnung des voraussichtlichen Verlustes in diesem Jahr festlegen. Im vergangenen Jahr hatte VW-Nutz wegen hoher Investitionen in die Erneuerung seiner Modellpalette und die Modernisierung mehrerer Werke einen operativen Verlust von 233 Mill. Euro ausgewiesen.

In den ersten acht Monaten steigerte VW-Nutz die Auslieferungen Wiedemann zufolge um 20 Prozent. Für 2005 stellte er angesichts hoher Auftragseingänge weiterhin ein zweistelliges Wachstum beim Absatz in Aussicht. Wegen der vor allem im Mittelstand sowie speziell im Handwerk anhaltenden Kaufzurückhaltung kündigte Wiedemann neue Einstiegsmodelle an, mit denen der Fahrzeugabsatz angekurbelt werden solle. So soll der auf Basis des neuen Golf V gebaute Stadtlieferwagen „Caddy“ ohne aufwendige Ausstattungen günstiger angeboten werden als bisher.

Wiedemann sagte, die Auslieferungen bei Nutzfahrzeugen hätten sich von Januar bis August um 20,2 Prozent zum gleichen Vorjahreszeitraum erhöht, wozu der Caddy sowie Busse und schwere Lastwagen beigetragen hätten. Dagegen habe der Absatz im Transportersegment nicht so stark zugenommen.

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