Nach Abgas-Skandal
Europäische Investitionsbank untersucht Milliardenkredite für VW

Die Europäische Investitionsbank prüft einem Bericht zufolge Konsequenzen der Abgas-Affäre. Die Bank könnte geschädigt worden sein, “weil wir mit unseren Krediten bestimmte Klimaziele verfolgen müssen“, sagte EIB-Chef Hoyer.

DüsseldorfDie Europäische Investitionsbank (EIB), ein Förderinstitut der EU, prüft Konsequenzen der Abgas-Affäre. EIB-Chef Werner Hoyer bezeichnete die Manipulation in einem Bericht der “Süddeutschen Zeitung“ als „ungeheuerlich“. Nicht nur Millionen von Autokäufern seien „getäuscht und geschädigt“ worden, sagte Hoyer der Zeitung. Nun wolle die EIB wissen, „wofür unsere Kredite verwendet wurden und welche Konsequenzen sich möglicherweise daraus ergeben.“

„Auch die EIB könnte geschädigt worden sein, weil wir mit Krediten bestimmte Klimaziele verfolgen müssen“, sagte Hoyer. Die EIB hat Volkswagen seit 1990 rund 4,6 Milliarden Euro an günstigen Krediten gewährt. Mit dem Geld sollten sollten unter anderem die Entwicklung sauberer Motoren vorangetrieben sowie ausländische Produktionsstätten in Lateinamerika finanziert werden. Etwa 1,8 Milliarden Euro davon sind noch offen, also zurückzuzahlen. Hoyer kündigte sehr genaue Untersuchungen an.

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