Nach der Flut
Thailands Regierung gibt Milliarden für den Wiederaufbau

Die von den Fluten betroffenen Menschen in Thailand können auf ein milliardenschweres Aufbauprogramm der Regierung hoffen. Auch die stark betroffenen Unternehmen sollen davon profitieren.
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Tokio / Frankfurt / BangkokNach den verheerenden Überschwemmungen im Land plant Thailand ein milliardenschweres Aufbauprogramm, von dem auch die stark betroffenen Unternehmen profitieren sollen. Umgerechnet 21 Milliarden Euro werden insgesamt bereitgestellt, rund drei Milliarden Euro sind für die Wiederherstellung von Industriegebieten vorgesehen. Im Norden und Westen Bangkoks befinden sich Produktionsstätten vieler internationaler Firmen.

Wie stark die Fluten die Konzerne bremsen, zeichnet sich deutlich ab. Die Werke des japanischen Elektronikanbieters TDK in Thailand stehen derzeit still, zwei der Fabriken sind überflutet. Gestern kündigte der Konzern ein tiefgreifendes Sparprogramm an. Für die Probleme verantwortlich sind neben den Flutfolgen in Thailand auch die Währungsprobleme in Japan.

Die weltweite IT-Industrie insgesamt ist stark betroffen. Sie bekommt Naturkatastrophen in Asien stets zu spüren, weil die meisten Komponenten dort gefertigt werden. Samsung Electronics teilte mit, die Chipproduktion dürfte bis zum ersten Quartal des kommenden Jahres beeinträchtigt bleiben.

Dramatisch ist die Lage bei den Herstellern von Festplatten. Zu den Firmen, die wegen der Überschwemmung ihre Produktion einstellen mussten, gehören Seagate und Dell. Bereits nach dem Erdbeben in Japan Anfang des Jahres hatte Seagate vor Gewinnrückgängen gewarnt, weil fehlende Teile die Fertigung bremsen würden.

Ein ähnliches Bild zeigen die japanischen Autobauer. Der teure Yen und die Auswirkungen der Überschwemmungen in Thailand zwangen gestern Honda dazu, die Gewinnprognose für das laufende Geschäftsjahr bis Ende März 2012 zurückzuziehen. "Um es ganz offen zu sagen, wir befinden uns an einem wirklich schwierigen Punkt", sagte Finanzchef Fumihiko Ike. Der Nettogewinn der Nummer drei in Japans Autoindustrie schmolz zwischen Juli und September um 55,5 Prozent auf 60,4 Milliarden Yen (560 Millionen Euro).

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