Nach der Übernahme
Chinesen geben Putzmeister ehrgeizigen Ziele vor

Der Betonpumpenspezialist Putzmeister soll 2016 einen Umsatz von zwei Milliarden Euro erreichen. Dieses ehrgeizige Wachstumsziel hat der chinesische Baumaschinenhersteller Sany dem Unternehmen nach der Übernahme gesetzt.
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AichtalDer mittelständische Betonpumpenhersteller Putzmeister will mit seinem neuen finanzkräftigen Eigentümer aus China im Rücken in neue Dimensionen vorstoßen. Putzmeister und der chinesische Baumaschinenhersteller Sany teilten künftig das weltweite Betonpumpen-Geschäft unter sich auf, sagte Putzmeister-Chef Norbert Scheuch am Dienstag am Stammsitz in Aichtal bei Stuttgart.

„Ich bin froh, Sany als Wettbewerber los zu sein“, sagte er und kündigte gemeinsam mit Sany-Chef Liang Wengen eine Expansion in Schwellenländern wie Indien, Brasilien und der Türkei sowie eine Ausweitung der Produktpalette um Betonmischer und Kräne an. Der 2011 bei 575 Millionen Euro liegende Umsatz soll sich so bis 2016 auf zwei Milliarden Euro vervielfachen.

Für die Ende Januar unter Dach und Fach gebrachte Übernahme von Putzmeister für rund 360 Millionen Euro hat der Sany-Konzern inzwischen grünes Licht von den Regierungen in Peking und Berlin bekommen. Mit Putzmeister sichert sich der als Chinas Caterpillar bekannte Baumaschinenhersteller die Weltmarktführerschaft bei Betonpumpen und hofft auf mehr Geschäft außerhalb Chinas.

Für die 2009 von der weltweiten Wirtschaftskrise gebeutelten Schwaben kamen die zahlungskräftigen Chinesen gerade recht: „Die globale Krise hat uns gelehrt, dass man mit nur einem Produkt nicht krisenfest ist“, begründete Putzmeister-Gründer Karl Schlecht den Verkauf an den vielfach größeren Konkurrenten aus China mit zuletzt gut zehn Milliarden Euro Umsatz. Der Entschluss zu einem Eigentümer-Wechsel habe er vor rund einem Jahr getroffen, sagte Schlecht.

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