Nach Notlandung
Boeing setzt Testflüge mit 787 Dreamliner aus

Nach der Notlandung einer Maschine in Texas hat der US-Flugzeugbauer Boeing die Testflüge seines neuen Hoffnungsträgers 787 Dreamliner vorerst ausgesetzt. Fieberhaft suchen Experten nun nach dem Grund, wie Rauch in die Kabine gelangen konnte. Die neuerliche Panne droht die Zeitpläne des Konzerns einmal mehr über den Haufen zu werfen.
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HB WASHINGTON/CHICAGO. Die Ursache des Rauchs in der Kabine, der das Flugzeug zur der Notlandung zwang, müsse zunächst geklärt werden, sagte eine Sprecherin des Airbus-Konkurrenten. Wie lange die Testflüge ausgesetzt würden, sei noch unklar. In der Zwischenzeit konzentrierten sich die Teams auf Tests am Boden.

Trotz des Rauchs an Bord war das Flugzeug mit insgesamt 42 Menschen an Bord unversehrt in Laredo im US-Bundesstaat Texas gelandet. An Bord waren den Angaben zufolge auch mehrere Vertreter der zivilen Luftfahrtbehörde FAA.

Sechs Maschinen des Modells durchlaufen derzeit ein umfangreiches Programm für die Zulassung im Liniendienst. Der Rumpf des Flugzeugs besteht aus leichten Verbundstoffen, die zu einem geringen Treibstoffverbrauch beitragen sollen. Der Zwischenfall in Texas nährte Zweifel, ob Boeing den angepeilten Auslieferungstermin im ersten Quartal 2011 einhalten kann.

Es ist der jüngste Rückschlag für Boeing bei der Entwicklung des Dreamliners, die nach mehreren Rückschlägen bereits drei Jahre länger dauert als ursprünglich geplant. Selbst wenn Boeing den Auslieferungstermin einhalte, bleibe die Frage, ob es dem Konzern gelingt, die Serienproduktion problemlos hochzufahren, sagte Analyst Alex Hamilton von EarlyBird Capital. Boeing liegen 850 Bestellungen für den Dreamliner vor, so viel wie noch nie für ein noch in der Entwicklung befindliches Flugzeug.

Der Kurs der Boeing Aktie fiel am Mittwoch zum Beginn des Handels um fast drei Prozent.

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