Nach Rekordjahr
Bosch Siemens bleibt der Heimat treu

Nach dem rasanten Wachstum des letzten Jahres hat der Hausgeräte-Hersteller Bosch Siemens sich für seinen Standort Deutschland ausgesprochen. Eine Verlagerung ins Ausland sei nicht geplant. Die Zukunftsprognosen des Marktführers in Deutschland und Westeuropa sind positiv.

HB MÜNCHEN. Im vergangenen Jahr stieg die Zahl der Beschäftigten in Deutschland leicht auf 14 200 Mitarbeiter. Nach jahrelanger Branchenflaute stieg die Nachfrage nach weißer Ware wie Kühlschränken und Spülmaschinen auch im Inland wieder kräftig. Trotz der gut laufenden Geschäfte erhöhte Bosch Siemens die Preise mit Verweis auf die hohen Rohstoffkosten um zwei bis vier Prozent.

Im vergangenen Jahr steigerte das Gemeinschaftsunternehmen den Konzernumsatz um 13 Prozent auf erstmals 8,3 Milliarden Euro. Damit wuchs die Bosch Siemens Hausgeräte GmbH mehr als doppelt so schnell wie der Weltmarkt. „Die BSH ist Marktführer in Deutschland und Westeuropa, wächst beständig in Osteuropa und gewinnt auch in den USA, Lateinamerika und Asien kontinuierlich hinzu“, sagte Gutberlet. In Deutschland, wo BSH sogar um 15 Prozent zulegte, profitierte der Konzern auch vom Streik bei AEG in Nürnberg. Das Vorsteuer-Ergebnis verbesserte sich 2006 um gut acht Prozent auf 542 Millionen Euro.

Im laufenden Jahr stellt sich die BSH auf gebremste Wachstumsraten ein. Der Umsatz solle aber erneut um mehr als fünf Prozent zulegen, sagte Gutberlet. „Wir sind gut in das laufende Geschäftsjahr gestartet.“ Die Zugehörigkeit zu Siemens sieht der Vorstandschef auch nach dem Chefwechsel bei Deutschlands größtem Elektrokonzern nicht in Gefahr. „Solange die Ergebnisse und die Imageförderung der Marke Siemens so gut sind, mache ich mir keine Sorgen.“ Die BSH ist seit 40 Jahren ein Gemeinschaftsunternehmen von Bosch und Siemens.

Ein Beschäftigungsaufbau werde künftig wohl vor allem in den ausländischen Wachstumsmärkten stattfinden, sagte Gutberlet. Im vergangenen Jahr hatte sich das Unternehmen für sein Berliner Werk mit den Arbeitnehmervertretern auf eine Beschäftigungssicherung geeinigt und die Produktion so gerettet. Die Zahl der Arbeitsplätze in der Fertigung wurde allerdings auf 270 halbiert. Zudem machten die Beschäftigten tarifliche Zugeständnisse.

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