Nach Störfällen
Chinesische Ölkonzerne unter Beschuss

Mehrere Störfälle haben die chinesischen Ölkonzerne ins Zentrum der Kritik staatlicher Medien sowie Internetnutzer rücken lassen. Am Samstag war in einer Raffinerie des Staatkonzerns CNPC erneut ein Feuer ausgebrochen.
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PekingNach mehreren Zwischenfällen in chinesischen Ölfirmen haben staatliche Medien und Internetnutzer die Sicherheitsvorschriften der betroffenen Konzerne in Frage gestellt. „Einige Beobachter weisen darauf hin, dass die häufigen Störfälle möglicherweise nicht unerwartet kommen, und fordern, dass Lücken bei der Sicherheits- und Produktionsleitung genau untersucht werden“, berichtete die staatliche Zeitung „Beijing News“ am Sonntag unter Berufung auf Mitarbeiter des Staatskonzerns China National Petroleum Corp (CNPC). Den Mitarbeitern zufolge, die namentlich nicht genannt werden wollten, war eine Werkstatt in einer CNPC-Raffinerie, wo am Samstag ein Feuer ausgebrochen war, erst kurz zuvor gewartet worden.

CNPC teilte am Sonntag mit, das Feuer in der nordostchinesischen Hafenstadt Dalian sei gelöscht worden. Es habe keine Todesopfer gegeben, und Tests hätten gezeigt, dass das nahegelegene Meer nicht verschmutzt worden sei. Der Brand ereignete sich genau ein Jahr, nachdem in einer Lagerhalle des Konzerns in Dalian zwei Pipelines explodiert waren, was eine verheerende Ölpest auslöste. Zugleich war der Brand der vierte Vorfall in der chinesischen Ölindustrie innerhalb von sechs Wochen. An der Ostküste kämpfen Arbeiter noch immer gegen einen riesigen Ölteppich, der inzwischen eine Fläche einnimmt, die sechs Mal so groß wie Singapur ist. Daneben ist aus einer weiteren Anlage Öl ausgetreten, zudem brannte es Anfang des Monats in einer Raffinerie im Süden.

Neben der staatlichen Zeitung kritisierten auch Internetnutzer die Vorfälle scharf. Das Feuer sei sicherlich ausgebrochen, um zu testen, ob diejenigen, die für die Wartung verantwortlich waren, faul gewesen seien, schrieb ein Nutzer auf der Internetseite Netease.com. Im Internet war bereits heftig kritisiert worden, dass die Behörden die Ölpest an der chinesischen Ostküste zunächst wochenlang verschwiegen hatten.

Agentur
afp 
AFP news agency (Agence France-Presse) / Nachrichtenagentur

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