Nach Ukraine-Krise
Auftragslage bei jenoptik bessert sich wieder

Der Technologiekonzern bekam die verhaltene Nachfrage und Sanktionen gegen Russland deutlich zu spüren, nun schöpft er dank einer soliden Auftragslage neue Hoffnung. Zuletzt hatte Jenoptik seine Jahresprognose gekürzt.
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FrankfurtDer Technologiekonzern Jenoptik schöpft nach sinkenden Umsätzen und Gewinnen im dritten Quartal Hoffnung aus der Auftragslage. Im bisherigen Jahresverlauf habe der Konzern die verhaltene Nachfrage aus der Maschinenbau-, Automobil- und Halbleiterbranche sowie die Sanktionen gegen Russland zu spüren bekommen, teilte der Spezialist für Mess- und Lasertechnik am Mittwoch mit.

„Trotz dieser herausfordernden Rahmenbedingungen, die sich auch auf das Investitionsverhalten unserer Kunden ausgewirkt haben, verzeichneten wir weiterhin solide Auftragseingänge und konnten damit gute Voraussetzungen für das Wachstum in den kommenden Geschäftsjahren schaffen“, erklärte Vorstandschef Michael Mertin. Ende September lag der Auftragsbestand mit 437 Millionen Euro gut sechs Prozent höher als zu Jahresbeginn.

Im dritten Quartal verzeichnete das Jenaer Unternehmen einen Umsatzrückgang von acht Prozent auf 137 Millionen Euro. Das Ergebnis nach Zinsen und Steuern (Ebit) fiel um 1,5 Prozent auf 13,8 Millionen Euro, nach Steuern betrug das Minus sogar zehn Prozent auf 10,4 Millionen Euro. Der Umsatz lag etwas unter den Analystenerwartungen, das Ergebnis etwa im Rahmen der Schätzungen.

Im Oktober hatte Jenoptik seine Jahresprognose gekürzt. Die Thüringer erwarten demnach für 2014 nur noch einen Umsatz auf Vorjahresniveau von rund 600 Millionen Euro und einen Rückgang des operativen Gewinns auf etwa 50 (Vorjahr: 52,7) Millionen Euro – und das auch nur, wenn nicht noch ein weiterer internationaler Großauftrag ins nächste Jahr verschoben wird.

Im frühen Handel büßten die im TecDax gelisteten Jenoptik-Aktien 2,6 Prozent auf 9,30 Euro an Wert ein. Viele der negativen Aspekte seien aber bereits eingepreist, erklärte DZ-Bank-Analyst Dirk Schlamp. Deshalb empfiehlt er die Aktie mit einem Kursziel von elf Euro zum Kauf.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

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