Nach Verschmelzung
Fiat-Chrysler-Zentrale zieht nach London um

Fiat Chrysler wird nach niederländischem Recht organisiert, lässt seine Aktien an der New Yorker und der Mailänder Börse handeln – und wird künftig von London aus gesteuert. Der Vorteil: Das britische Steuerrecht.
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Auburn HillsDer italienisch-amerikanische Autokonzern Fiat Chrysler wird künftig von London aus gesteuert. „Der Verwaltungsrat, mein Büro und einige meiner Leute werden aus London heraus arbeiten“, erklärte Konzernchef Sergio Marchionne am Donnerstag in Auburn Hills.

In der Stadt nahe Detroit steht die Chrysler-Zentrale. Sitz von Fiat ist Turin. Doch im Zuge der Verschmelzung der beiden Firmen verpasst Marchionne der neuen Fiat Chrysler Automobiles eine internationale Struktur: Der Konzern wird nach niederländischem Recht organisiert, sitzt aus steuerlichen Gründen in Großbritannien und wird seine Aktien an der New Yorker und der Mailänder Börse handeln lassen.

Fiat war 2009 während der Insolvenz bei Chrysler eingestiegen und hatte den Anteil immer weiter aufgestockt. Zu Jahresbeginn erfolgte die Komplettübernahme. Marchionne will nun zu anderen Autokonzernen aufschließen. Dazu will er die Verkäufe bei der Traditionsmarke Alfa Romeo und dem Geländewagen-Bauer Jeep ankurbeln. Zuletzt schrieb Fiat Chrysler noch Verluste.

Agentur
dpa 
dpa Deutsche Presse-Agentur GmbH / Nachrichtenagentur

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