Neue Fabrik geplant
Milliarden-schweres Hyundai-Projekt in Tschechien

Auch in Europa will der größte südkoreanische Autohersteller Hyundai Motor seine Präsenz ausbauen. Dazu plant der Konzern eine Fabrik in Tschechien mit einer jährlichen Kapazität von 300 000 Einheiten, wie am Freitag mitgeteilt wurde.

HB SEOUL. Erster Kandidat für den Standort sei die drittgrößte tschechische Stadt Ostrau nahe der polnischen Grenze. Hyundai sieht für das Projekt Investitionen in Höhe von einer Milliarde Euro vor. Allerdings sei bisher kein Abkommen unterschrieben worden, sagte ein Sprecher Hyundais in Seoul. „Eine Entscheidung ist noch nicht getroffen.“

Das Vorhaben ist Teil der weltweiten Expansionsstrategie der Hyundai-Gruppe, die bis 2010 in die Ränge der fünf größten Automobilhersteller vorstoßen will. Hyundai Motor verfügt bislang über Fertigungsstätten in Indien, der Türkei, China und den USA. Hyundais Schwesterunternehmen Kia Motors baut zurzeit für 1,1 Mrd. € in der Slowakei eine Fabrik, die Anfang des nächsten Jahres in Betrieb genommen werden soll.

Die Tschechische Republik sei der ideale Kandidat für den Bau der neuen Fabrik, erklärte der Hyundai-Vorsitzende Chung Mong Koo, der die Baupläne am Donnerstag mit dem tschechischen Ministerpräsidenten Jiri Paroubek in Prag besprochen hatte. Hyundai hoffe, dass die tschechische Regierung das Vorhaben unterstützen werde. Chung nannte den Ausbau der Infrastruktur und Investitionsanreize durch die Regierung.

Mit dem Bau der Produktionsanlage will Hyundai im kommenden Jahr beginnen. Die Inbetriebnahme ist für die zweite Jahreshälfte 2008 geplant. Der Autohersteller plant nach eigenen Angaben auch die Entwicklung eines neuen Kleinwagenmodells ein, das speziell auf europäische Käufer zugeschnitten sein soll.

Beim Absatz in Europa erwartet Hyundai für dieses Jahr eine Steigerung von 23 % auf 462 000 Autos. Im kommenden Jahr seien 520 000 und um Jahr 2007 ein Absatz von 580 000 Einheiten angepeilt, sagte der Sprecher in Seoul. Südkoreas Branchenführer setzte 2004 nach eigenen Angaben insgesamt 2,28 Mill. Fahrzeuge ab, inklusive fast 160 000 Nutzfahrzeuge.

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