Neue Kleinwagen Fox soll Wende bringen
VW vertröstet die Aktionäre auf das kommende Jahr

Mit einer aufwändigen Sanierung seiner angeschlagenen Brasilien-Tochter will der VW-Konzern die seit Jahren anhaltende Misere in Südamerika beenden. Die Kosten von 120 Mill. Euro werden das Ergebnis der Wolfsburger im dritten Quartal drücken. Dieses wird aber ohnehin durch die Volumenrückgänge, den starken Euro und Anlaufaufwendungen für den neuen Golf stark belastet.

SAO PAULO/FRANKFURT. Doch bei der Vorstellung der Zahlen für das dritte Quartal am heutigen Mittwoch soll Brasilien zum letzten Mal einer der großen Minusposten sein. „Nächstes Jahr wird Volkswagen do Brasil wieder eine schwarze Null produzieren“, erklärte Paul Fleming, seit einem Jahr auf dem Chefsessel von VW do Brasil, gegenüber dem Handelsblatt. Nach Meinung der meisten Analysten wird VW bereits für die letzten Monate 2003 eine leichte Erholung der Ertragslage in Aussicht stellen, spätestens aber für 2004 eine deutliche Verbesserung ankündigen. Richtig aufdrehen und „aus allen Rohren feuern“ wird Europas größter Autohersteller nach Ansicht der Experten der Commerzbank dann 2005.

Dabei helfen VW bereits jetzt günstigere Wechselkurse. Schlug der starke Euro in den beiden ersten Quartalen 2003 noch mit jeweils minus 400 Mill. Euro zu Buche, rechnen Analysten im dritten Quartal noch mit etwa 300 Mill. Euro Belastung. Positiv könnten sich bereits die steigenden Absatzzahlen beim Familienvan Touran, dem Audi A3 und dem Geländewagen Touareg auswirken. Der neue Golf, der erst seit zwei Wochen bei den Händlern steht, wird noch keine Entlastung bringen.

BHF-Analyst Erik Burgold rechnet für die ersten neun Monate 2003 beim VW-Konzern mit einem Ergebnisrückgang von 55 % und liegt damit exakt auf einer Linie mit seinem Kollegen von der Hypovereinsbank, Albrecht Denninghoff. Im kommenden Jahr soll dann mit dem neuen Golf ohnehin alles besser werden. Die Wolfsburger rechnen damit, 600 000 Stück ihres Erfolgmodells 2004 verkaufen zu können. Außerdem sehen die VW-Planungen vor, den Aufwand für Neueinführungen 2004 auf 60 % des Niveaus von 2003 zu senken.

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