Neuemission löst alte Anleihe ab
Rheinmetall-Gewinn soll weiter steigen

Durch den Rückkauf einer Unternehmensanleihe und eine anschließende Neuemission will Rheinmetall seine Bilanzstruktur verbessern. Der Rüstungskonzern und Autozulieferer will 2005 zudem an das Gewinnwachstum des Vorjahres anknüpfen.

HB DÜSSELDORF. „Unter der Voraussetzung einer stabilen Konjunkturentwicklung erwartet Rheinmetall erneut eine Verbesserung der Ergebnisse für den Gesamtkonzern“, teilte das Unternehmen am Dienstag in Düsseldorf mit. Auch Umsatz und Auftragseingang dürften 2005 über Vorjahr liegen. In das neue Geschäftsjahr sei der Konzern bereits gut gestartet. Rheinmetall halte an dem Ziel eines durchschnittlichen Wachstums - ohne Zukäufe - von jährlich fünf Prozent fest, bekräftigte der Vorstand.

2004 hatte Rheinmetall das Ergebnis vor Zinsen und Steuern (Ebit) um 13 Mill. € auf 217 Mill. € gesteigert. Der Jahresüberschuss verbesserte sich auf 101 Mill. € von 68 Mill. €. Die Aktionäre sollen deshalb eine um zehn Cent höhere Dividende erhalten und 74 Cent je Stammaktie und 80 Cent auf die Vorzüge bekommen. Rheinmetall will außerdem die Vorzugsaktien abschaffen.

Rheinmetall will seine Bilanzstruktur durch den Rückkauf einer Unternehmensanleihe und eine anschließende Neuemission verbessern. Rheinmetall habe für seine im Jahr 2001 aufgelegte und am 31. Mai 2006 fällige Anleihe über 350 Mill. € ein öffentliches Rückkaufangebot gemacht, hieß es. Der Rückkaufpreis betrage 104 % des Nominalwertes plus Zinsen, erklärten die mit dem Rückkauf beauftragten Banken Dresdner Kleinwort Wasserstein und Commerzbank. Der Coupon betrug sechs 1/8 %, das Angebot habe eine Laufzeit vom 22. März bis 15. April.

Nach dem Rückkauf sei die Emission einer neuen Anleihe mit mittlerer Laufzeit geplant, gab Rheinmetall bekannt. Die neue Anleihe solle wie die im Jahr 2006 fällige Anleihe eine Bewertung der Ratingagenturen Standard & Poor's und Moody's bekommen. „Wir nutzen das derzeit günstige Zinsniveau sowie das gute Kapitalmarktumfeld und verlängern gleichzeitig das Laufzeitprofil unserer diversifizierten Finanzierungsbasis“, begründete Vorstandschef Klaus Eberhardt die Transaktionen.

Die im Nebenwerteindex MDax gehandelte Vorzugsaktie von Rheinmetall notierte am Vormittag leicht im Minus bei rund 41 €.

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