Neues Arbeitszeitmodell
BMW rüstet sich gegen die Krise

Der Konzern hat sich mit den Arbeitnehmern auf flexiblere Arbeitszeiten geeinigt. Damit hoffen die Münchener, die Absatzkrise besser wegzustecken. Ford will mit neuen Geländewagen der Krise entfliehen.
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München/BerlinDer Autobauer BMW hat sich mit seinem Betriebsrat auf flexiblere Arbeitszeiten geeinigt. Damit werde die Beschäftigung gesichert, sagte am Sonntag ein BMW-Sprecher in München. Er bestätigte im Grundsatz einen entsprechenden „Spiegel“-Bericht, betonte aber, dass es nicht nur um ein Anti-Krisen-Programm gehe. Die Arbeitszeit richtet sich in Zukunft stärker nach dem Autoabsatz: Wenn die Nachfrage steigt, sind leichter Sonderschichten möglich. Bei einem Absatzrückgang können die Arbeitszeitkonten ins Minus gehen.

Laut „Spiegel“ könnte der Münchner Autokonzern nun einen Verkaufseinbruch von 20 Prozent verkraften, ohne Verluste zu erwirtschaften. Die Belegschaft, einschließlich der Leiharbeiter, müsste nicht um ihren Arbeitsplatz fürchten, sie würde auch nicht auf Kurzarbeit gesetzt. BMW könne einen Teil der Erfolgsprämie für seine Belegschaft als Überstunden auf dem Arbeitszeitkonto gutschreiben.

Der Plan sehe auch kollektive Urlaubsentnahmen vor. In einer Krise könne BMW die Werke bis zu fünf Wochen schließen. Die Belegschaft müsste in dieser Zeit fünf Wochen ihres Jahresurlaubs nehmen.

Bereits Ende September hatte BMW die Vereinbarung geschlossen und in der Grundausrichtung bekanntgegeben. IG Metall und Betriebsrat hatten dem Konzern zuvor ausufernde Leiharbeit und Lohndumping vorgeworfen. Nach der Vereinbarung kann BMW Auftragsspitzen oder Einbrüche nun auch mit festangestellten Mitarbeitern besser abfedern.

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