Neunmonatszahlen
Baukonzern Strabag blickt skeptisch nach vorn

Der österreichische Baukonzern Strabag hat Gewinn und Umsatz von Januar bis September im Vergleich zum Vorjahreszeitraum gesteigert. Doch in den kommenden Jahren erwartet das Unternehmen nur mäßiges Wachstum.
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HB WIEN. Strabag stellt sich angesichts der Sparbemühungen vieler europäischer Staaten auf magere Zeiten ein. Zwar ist das Auftragsbuch noch gut gefüllt, wie das Unternehmen am Montag mitteilte. Dennoch erwartet die Strabag in den nächsten beiden Jahren nur mäßiges Wachstum, weil die meist hoch verschuldeten Länder in Europas beim Bau von Straßen, Schienen und anderen Projekten sparen werden.

Die Strabag bekräftigte ihre Prognose für 2010. Rund 12,9 Milliarden Euro werde die voraussichtlich erlösen und dabei einen Betriebsgewinn von 280 Millionen Euro erwirtschaften. Das Geschäft werde aber 2011 und 2012 nicht dynamisch wachsen, sondern maximal im einstelligen Prozentbereich. Bis 2012 werde das Unternehmen in etwa 13,7 Milliarden Euro Bauleistung aufweisen und einen Betriebsgewinn von rund 300 Millionen Euro, hieß es im am Montag veröffentlichten Aktionärsbrief.

In den ersten neun Monaten 2010 verdiente die Strabag mehr. Unter dem Strich legte der Gewinn um fünf Prozent auf 108,3 Millionen Euro zu. Der Erlös sank dagegen auf 8,9 Milliarden Euro, ein Minus von zwei Prozent. Der Betriebsgewinn stieg um zehn Prozent auf 192,7 Millionen Euro.

Rund die Hälfte des Geschäfts macht der Baukonzern mit öffentlichen Auftragen. "In Deutschland lassen die Ausschreibungen und Investitionen der öffentlichen Hand im Straßenbau spürbar nach", teilte die Strabag mit. Auch in anderen Ländern sei dieser Trend zu beobachten. Aufträge von privaten Bauherren könnten das nicht vollständig kompensieren.

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