Nikes Armband
Fitnesstrainer fürs Handgelenk

Rot signalisiert Bewegungsbedarf: Das Fuelband von Nike soll Menschen helfen, ihre sportlichen Aktivitäten zu überwachen. Das Armband könnte dank ausgefeilter Übertragungstechnik für eine Kundenbindung deluxe sorgen.
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MünchenAls der Hamburger Unternehmensberater Hartmut Heinrich jüngst seine Kollegen in New York besucht hat, da hatten die beiden nur ein Gesprächsthema: das neue elektronische Armband von Nike. "Viele haben es sofort im Internet vorbestellt", sagt der Sportexperte von Vivaldi Partners.

Inzwischen hat sich Heinrich eingehend mit dem digitalen Fitnesstrainer befasst. Sein Urteil: "Dieses Konzept könnte Nike in eine neue Dimension katapultieren." Denn mit dem sogenannten Fuel-Band habe der US-Konzern die Chance, sich vom Turnschuhhersteller zum Gesundheits- und Wellnessunternehmen zu wandeln.

Wer das Fuel-Band nutzt, der kommt praktisch jeden Tag mit Nike im Internet in Kontakt, ist empfänglich für Tipps - und natürlich für Werbung. Ähnlich wie Apple mit seinen Online-Shops für Musik und Filme könne künftig auch der Sportkonzern einen wichtigen Part im Leben seiner Kunden spielen, meint Heinrich.

Das Plastikarmband registriert über den ganzen Tag hinweg alle Bewegungen des Trägers. Mit "NikeFuel" hat der Konzern eine eigene Maßeinheit geschaffen, die sportliche Aktivität ausdrückt. 20 Leuchtdioden auf dem Gerät zeigen an, ob der Nutzer sein tägliches Ziel schon erreicht hat: Sind die Lämpchen rot, ist Bewegung geboten, bei Grün ist alles in bester Ordnung.

Die eigene Leistung lässt sich ins Internet übertragen und so ist auf dem Portal von Nike der Vergleich mit Freunden in aller Welt möglich. Im besten Fall schafft sich Nike so ein eigenes soziales Netzwerk, ein Facebook für Gesundheitsbewusste sozusagen. "Wir verbinden die reale mit der digitalen Welt", kündigte Nike-Chef Mark Parker an.

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