Nutzfahrzeuge liefern erneut Großteil des operativen Ergebnisses ab
MAN ist gut in Fahrt

Der Münchener Nutzfahrzeug- und Maschinenbaukonzern MAN hat im zweiten Quartal das operative Ergebnis deutlich gesteigert. Alle fünf Geschäftsbereiche hätten dazu beigetragen, teilte der Konzern am Donnerstag mit. Als Konsequenz hat er seine Gewinnprognose für 2005 angehoben. Beim Umsatz rechnet das Unternehmen inzwischen allerdings mit geringeren Zuwächsen als zuvor prognostiziert.

HB MÜNCHEN. Beim operativen Ergebnis erwartet MAN einen deutlichen Anstieg auf 700 Mill. € nach 566 Mill. im Vorjahr. „Nach dem erfreulichen Start im ersten Quartal bestätigt das zweite Quartal unsere Erwartungen für 2005, so dass wir unsere Gewinnprognose anheben und präzisieren können“, resümierte MAN-Chef Hakan Samuelsson am Donnerstag anlässlich der Bekanntgabe von Quartalszahlen. Die Nutzfahrzeugsparte werde daran den Hauptanteil haben. Bei dem Sorgenkind des Konzerns, der Druckmaschinensparte, geht MAN weiter davon aus, 2005 die Gewinnschwelle zu erreichen.

Beim Konzernumsatz rechne der Vorstand inzwischen in diesem Jahr mit 15 Mrd. € nach zuletzt erzielten 14,5 Milliarden, teilte MAN mit. Das entspräche einer Steigerung von 3,45 %. Zuletzt hatte Samuelsson davon gesprochen, beim Umsatz um über fünf Prozent zulegen zu wollen. „Grund ist ein leicht rückläufiges Volumen im Stahlgeschäft beim Bereich Ferrostaal“, begründete ein Konzernsprecher die nun skeptischere Einschätzung.

Von April bis Juni habe das operative Ergebnis 180 Mill. € betragen nach 132 Mill. € ein Jahr zuvor. Damit lag MAN über den Erwartungen der Analysten, die im Schnitt mit 164 Mill. € gerechnet hatten. Der Umsatz legte um zwei Prozent auf 3,8 Mrd. € zu, der Auftragseingang um 14 % auf 4,6 Mrd. € gegenüber der Analysten-Prognose von 4,255 Mrd. Euro.

Den übergroßen Anteil am operativen Ergebnis hielt nach wie vor der Bereich Nutzfahrzeuge, der seinen operativen Gewinn im zweiten Quartal auf 118 (Vorjahr: 77) Mill. Euro steigerte. Bis auf den Bereich Industriedienstleistungen konnte jeder Geschäftsbereich sein Ergebnis gegenüber dem Vorjahresquartal verbessern. Der lange Zeit problematische Bereich Drucksysteme kehrte im zweiten Quartal zumindest operativ in die Gewinnzone zurück und erzielte ein operatives Ergebnis von 9 (-8) Mill. Euro.

Bis zum Halbjahr stiegen die Erlöse um sechs Prozent auf 7,0 Mrd. €. Den Überschuss steigerte der Konzern von 99 Mill. auf 153 Mill. €. Der Auftragseingang lag in den ersten sechs Monaten um 30 % über dem Vorjahresniveau bei 10,0 Mrd. €.

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