Ölfeldausrüster
Schoeller Bleckmann für 2012 optimistisch

Die Ölförderindustrie boomt und nimmt vom Ausrüster Schoeller Bleckmann weiter reichlich Spezialteile ab. Auch für 2012 erwartet das Unternehmen gute Geschäfte.
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WienFür den Ölfeldausrüster Schoeller Bleckmann scheint das Wort „Krise“ ein Fremdwort zu sein: Nach einem Rekordergebnis 2011 blickt Firmenchef Gerald Grohmann optimistisch auf das laufende Jahr. Wegen der steigenden Ölnachfrage in Entwicklungsländern werde die Ölförderindustrie auch 2012 boomen, teilte das österreichische Unternehmen am Donnerstag mit. Ein Dämpfer durch die unsichere Wirtschaftslage in Teilen der Welt sei derzeit nicht zu erwarten.

SBO liefert Spezialteile für Bohrgestänge und Motoren an große US-Ölbohrfirmen wie Schlumberger oder Baker Hughes. Sie haben ihre Investitionen in der Öl- und Gasförderung zuletzt hochgefahren. Schoeller Bleckmann profitiert davon, dass die vorhandenen Reserven nicht mehr so einfach zu erschließen sind und neue Techniken erfordern.

2011 stieg der Auftragseingang um gut 28 Prozent auf rund 460 Millionen Euro. Unter dem Strich stand ein fast doppelt so hoher Gewinn von gut 53 Millionen Euro. Die Aktionäre sollen daher eine um 20 Cent höhere Dividende von 1,20 Euro je Anteilsschein erhalten.

Um auch künftig mit dem rasanten Wachstum der Ölförderindustrie mitzuhalten, investiert Schoeller Bleckmann 54 Millionen Euro in den Ausbau seines Werks in Ternitz südwestlich von Wien. Dort soll in den kommenden zwei Jahren ein neues Bearbeitungszentrum für Bohrstrangkomponenten entstehen. „Wir schaffen damit die Voraussetzung für weiteres Wachstum in unserem Kerngeschäft“, sagte Grohmann. Finanzieren will er den Ausbau aus den laufenden Einnahmen.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

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