Ölfirma Surgut bekommt Lizenz für ehemaliges Yukos-Ölfeld
Weiterer Rückschlag für Ölkonzern Yukos

Die russische Ölfirma Surgut hat am Freitag vom Fachministerium für Rohstoffe die Lizenz für ein riesiges Ölfeld in Sibirien erhalten, nachdem die Behörde dem Konkurrenzkonzern Yukos eine frühere Betreibererlaubnis entzogen hatte.

HB MOSKAU. Analysten zufolge ist diese Entscheidung ein weiterer Rückschlag für Yukos, dessen Chef Michail Chodorkowski wegen des Vorwurfs der Steuerhinterziehung und des Betrugs in Haft ist. Russische Strafverfolger hatten zudem am Donnerstag im Zusammenhang mit der Festnahme Chodorkowskis die Beschlagnahme von 44 Prozent der Aktien des Ölkonzerns angeordnet. Am Freitag wurde ein Teil dieser Aktien wieder frei gegeben, die nach Angaben der Strafverfolger Personen gehörten, die nicht Gegenstand der Ermittlungen seien. Demnach sind nun noch rund 42 Prozent der Yukos-Aktien beschlagnahmt. Sie werden von Chodorkowski und seinen Vertrauten gehalten.

Das Ölfeld Talakan in Ost-Sibirien mit Reserven von etwa 900 Millionen Barrel gehörte zu den ehrgeizigen Zielen von Yukos. Der Konzern hatte vor zwei Jahren einen kleineren Konkurrenten übernommen, der eine befristete Lizenz für das Ölfeld besaß. Yukos plante, eine Pipeline von Ost-Sibirien nach China zu bauen. Im Oktober hatten die Behörden Yukos allerdings die Lizenz für das Ölfeld entzogen.

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