Opel
Die Insolvenzverwalter kommen schon

Noch soll eine Insolvenz von Opel vermieden werden. Aber die ersten Experten bringen sich für den Fall der Fälle schon in Stellung. Wie das Handelsblatt aus Beraterkreisen erfahren hat, sollen sich eine Unternehmensberatung und ein bekannter Insolvenzverwalter schon angeboten haben. Das Amtsgericht Darmstadt richtet sich auf ein langes Wochenende ein.

HB DÜSSELDORF. Die Unternehmensberatung Roland Berger und der Insolvenzexperte Horst Piepenburg haben sich für den Fall einer Opel-Insolvenz ins Spiel gebracht. Das erfuhr das Handelsblatt aus Unternehmens- und Beraterkreisen. Piepenburg gilt als einer der erfahrensten Insolvenzverwalter Deutschlands. Unter anderem war er für den Fall Babcock-Borsig engagiert wo es um insgesamt 25 000 Arbeitsplätze ging. Die Firma Berger gilt als erfahrener Sanierungsberater.

Firmengründer Roland Berger fungierte als Schaltstelle zwischen Opel und der Bundesregierung im Ringen um eine Zukunft für den Autobauer und arbeitete eng mit dem italienischen Autohersteller Fiat zusammen. Fiat hatte am Vormittag seine Teilnahme an einem geplanten Opel-Gipfel im Kanzleramt am Nachmittag abgesagt.

Die Entscheidung über den Insolvenzverwalter für Opel fiele beim Amtsgericht Darmstadt. Dort haben sich die zuständigen Richter auf ein langes Wochenende eingerichtet. Im Gegensatz zu vielen anderen großen Insolvenzverfahren hat die Politik aber offenbar bislang keinen Versuch unternommen, auf die Auswahl Einfluss zu nehmen. So berichten jedenfalls Justizkreise aus Darmstadt.

Möglicherweise, so hieß es Fachkreisen, würden im Fall Opel wegen der Komplexität auch zwei Insolvenzverwalter bestellt. Berger würde ohnehin nur die Rolle des Restrukturierungsberaters zufallen.

Mit Beginn der neuen Krisengespräche über die Rettung des angeschlagenen Autobauers Opel gibt es aus Verhandlungskreisen nicht nur negative Signale. "Es gibt eine dünne Chance, dass es zu einer Lösung zwischen Magna und General Motors kommt", sagte eine den Verhandlungen nahestehende Person am Freitagnachmittag der Finanz-Nachrichtenagentur dpa-AFX während der parallel stattfindenden Verhandlungen.

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