Operativer Gewinn über Erwartungen
GM punktet trotz Milliarden-Verlust

Im abgelaufenen Quartal hat General Motors (GM) seinen Verlust im Vergleich zum Vorjahr verdreifacht. Der mit seinem angeschlagenen nordamerikanischen Autogeschäft kämpfende weltgrößte Autohersteller verbuchte somit erneut ein Minus in Milliarden-Höhe. Operativ sah es jedoch etwas besser aus.

HB DETROIT. Der US-Autohersteller hat im Quartal einen höheren operativen Gewinn als erwartet ausgewiesen. Den gestiegenen Nettoverlust begründete GM am Mittwoch vor US-Börsenbeginn mit Abschreibungen, die im Zusammenhang mit dem umfangreichen Stellenabbau des Konzerns stehen. GM-Aktien legten vorbörslich um 4,4 Prozent zu.

Den Nettoverlust für das zweite Quartal bezifferte GM mit 3,2 Mrd. Dollar, nach einem Verlust von 987 Mill. Dollar vor Jahresfrist. Der Verlust pro Aktie betrug 5,62 (Vorjahr: 1,75) Dollar. Ohne die Sonderposten nannte der Opel-Mutterkonzern für das zweite Quartal einen Gewinn von 1,2 Mrd. Dollar oder 2,03 Dollar je Aktie. Die Gesellschaft hatte auf dieser Basis im vergangenen Jahr einen Verlust von 231 Mill. Dollar oder 41 Cent je Aktie verbucht. Befragte Analysten hatten ohne Sonderposten mit einem Gewinn pro Aktie von 51 Cent gerechnet.

Der Quartalsumsatz stieg den Angaben zufolge um 12 Prozent auf 54,4 (48,5) Mrd. Dollar. Analysten hatten hier im Schnitt mit einem Rückgang auf 42,59 Mrd. Dollar von 48,5 Mrd. Dollar im Vorjahreszeitraum gerechnet.

In dem GM-Verlust sind Sonderbelastungen von 4,3 Milliaden Dollar oder 7,66 Dollar je Aktie für Sonderfaktoren enthalten. Darin spiegelt sich vor allem eine Sonderbelastung von 3,7 Mrd. Dollar für das Vorruhestandsprogramm für US-Beschäftigte wider, das 34 400 Bedienstete in Anspruch genommen haben. Andere Sondereffekte waren ein Verlust aus dem anstehenden Verkauf der 51-prozentigen Beteiligung an der GM-Fiananztochtter GMAC und ein Gewinn aus dem Verkauf der Isuzu-Aktien.

Für das erste Quartal 2006 hatte GM seine Bilanz im Mai revidiert und statt eines Verlustes einen Gewinn von 445 Mill. Dollar ausgewiesen. Nach fünf Quartalen hatte der Konzern damit erstmals wieder schwarze Zahlen ausgewiesen. 2005 war ein Rekordverlust von mehr als zehn Mrd. Dollar aufgelaufen.

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