Optimismus bei Kabelhersteller
Leoni erwartet Gewinnsprung von 20 Prozent

Der Autozulieferer und Kabelhersteller Leoni hat im zweiten Quartal den Umsatz und das Ergebnis überraschend stark gesteigert. Die Nürnberger rechnen weiter mit kräftigem Wachstum. Die Übernahme der Bordnetzsparte des französischen Konkurrenten Valeo entwickelt sich positiver als gedacht.

HB MÜNCHEN. "Wir bleiben bei unserer Prognose für 2009. Wir werden keine Probleme haben, einen Umsatz von 3,3 Mrd. Euro zu erreichen", sagte Konzernchef Klaus Probst am Dienstag in einer Telefonkonferenz. Das Ergebnis vor Zinsen und Steuern werde wie der Nettogewinn "mindestens um 20 Prozent" steigen.

Für 2008 erwartet Leoni einen Umsatz von mindestens drei (Vorjahr: 2,4) Mrd. Euro, ein Ergebnis vor Zinsen und Steuern (Ebit) von 140 (130) Mill. Euro und einen Nettogewinn von 82 (86) Mill. Euro. Die Valeo-Bordnetzsparte, die bei den Nürnbergern unter Leoni Wiring Systems France (LWFS) firmiert, soll laut Finanzchef Dieter Bellé bereits dieses Jahr ein bis zwei Mill. Euro operativen Gewinn abwerfen. Ursprünglich wurde ein Ergebnisbeitrag erst 2009 erwartet.

Leoni hat im zweiten Quartal Umsatz und Ergebnis überraschend stark gesteigert. Der Umsatz kletterte um 39 Prozent auf 820 Mill. Euro, wie der Konzern am Dienstag berichtete. Dazu trug besonders die Übernahme der Bordnetzsparte des französischen Konkurrenten Valeo bei. Beim Ergebnis vor Zinsen und Steuern (Ebit) lag Leoni mit 37,4 Mill. Euro knapp unter dem Vorjahreswert von 37,8 Mill. Euro. Der Überschuss stieg um acht Prozent auf 25,9 Mill. Euro. Von der Nachrichtenagentur Reuters befragte Analysten hatten im Schnitt mit einem Umsatz von 774 Mill. Euro, einem Ebit von 36 Mill. Euro und einem Überschuss von 20 Mill. Euro gerechnet.

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