Patriarch im Porträt
Ein Denkmal namens Ferdinand Piëch

PremiumGenialkalt, unnahbar: Der Auto-Patriarch Ferdinand Piëch ist zu Lebzeiten eine Legende geworden. Sein Lebenswerk VW sah er am Ende bedroht. Am Samstag trat er die Flucht nach vorne an.

München, LondonWer wissen möchte, wie Ferdinand Piëch in Extremsituationen so tickt, wirft am besten einen kurzen Blick in die Vergangenheit. „Es gibt immer Gewinner und Verlierer“, sagt der damalige VW-Vorstandschef Piëch in ein Meer von Mikrofonen. Kunstpause und langes Schweigen. „Ich will auf der Seite der Sieger stehen“, setzt der Mann mit den eisblauen Augen nach und fixiert jeden einzelnen Zuhörer. „Ich gucke nicht nach dem Vierten in Europa, ich gucke nach dem Ersten in der Welt.“ Um dieses Ziel zu erreichen, müsse er einen „Krieg gewinnen“.

Es ist der 28. Juli 1993, und der neue VW-Chef ist Topthema...

 
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