PC-Hersteller
HP Deutschland leidet unter Preisdruck

Die Deutschland-Sparte von Hewlett-Packard (HP) muss sich mit Weniger zufriedengeben: Der anhaltende Preisdruck bei Computern und die Wirtschaftsflaute haben dem IT- und Druckerhersteller im zurückliegenden Geschäftsjahr zu schaffen gemacht.
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HB STUTTGART. Der Umsatz der deutschen HP-Tochter sei im Geschäftsjahr 2008/09 (31. Oktober) um neun Prozent auf 4,6 Mrd. Euro gesunken, sagte HP-Geschäftsführer Volker Smid am Dienstag in Stuttgart.

Nach dem Einbruch des deutschen IT-Markts im laufenden Jahr sei 2010 aber bereits wieder mit einer um ein Prozent höheren Nachfrage nach IT-Dienstleistungen, Hardware und Software zu rechnen. HP wolle vor allem durch die Auslagerung von IT-Diensten bei Großunternehmen und Mittelständlern, sowie mit tragbaren Computern und Digitaldruck wachsen.

Zur Gewinnentwicklung im gerade beendeten Geschäftsjahr wollte sich das Unternehmen nicht äußern. In Deutschland beschäftigte HP zuletzt noch 8000 Mitarbeiter, rund 500 weniger als im Vorjahr. 2300 Beschäftigte kamen im Zuge der Übernahme des IT-Dienstleisters EDS hinzu. Weltweit sind mehr als 300 000 Menschen für den US-Konzern tätig, der unter anderem mit der IT-Schmiede IBM, Computerherstellern wie Acer, Lenovo oder Dell sowie Drucker-Produzenten wie Canon, Brother oder Kyocera konkurriert. Mit dem Kauf des Netzwerk-Ausrüsters 3Com rückt auch Cisco verstärkt ins Blickfeld.

Deutschland ist mit einem Volumen von gut 65 Mrd. Euro weltweit der viertgrößte Markt für Informationstechnik. Während viele Firmen in diesem Jahr wegen der Krise ihre Ausgaben für neue IT gekürzt hätten, holten sich nach Angaben von HP die Verbraucher erneut viele neue Computer ins Haus. 2009 seien in Deutschland acht Prozent mehr PC verkauft worden.

Der Umsatz der Branche sei dennoch um fast fünf Prozent gesunken, da der Markt zwischen den Anbieter hart umkämpft ist und die Bauteile immer biliger werden. Auch 2010 werde daher trotz steigender Verkaufszahlen bei PC der Branchenumsatz leicht schrumpfen, prognostizierte HP-Manager Martin Kinne. Deutliches Marktwachstum sei hingegen - wie bereits 2009 - mit der Betreuung der Computertechnik bei den Firmen zu erwarten.

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