Pensionsfonds zieht Konsequenzen
Mylan verliert Investor wegen Giftspritzen-Präparat

Eine Haftanstalt in den USA nutzt ein Präparat des Pharmakonzerns Mylan für Hinrichtungen. Obwohl dieser beteuert, das Medikament sei nicht dafür gedacht, zieht ein niederländischer Investor nun Konsequenzen.

AmsterdamIm Streit über den Einsatz bestimmter Medikamente bei Hinrichtungen in den USA zieht sich der größte niederländische Pensionsfonds aus dem Pharmakonzern Mylan zurück. Der Fonds des öffentlichen Dienstes, ABP, veräußerte nach eigenen Angaben seinen gesamten Mylan-Aktienbesitz. Zuvor war bekanntgeworden, dass eine Haftanstalt im US-Bundesstaat Virginia in ihrem Todestrakt ein Mylan-Präparat lagert, das für Hinrichtungen genutzt werden kann.

Weil die Niederlande die Todesstrafe schon lange verurteilten, sollten keine Pensionsgelder des Landes darin investiert werden, sagte ein ABP-Sprecher. Vor dem Rückzug habe ABP neun Monate lang erfolglos mit Mylan über die Angelegenheit verhandelt. In einem ersten Schritt hatte ABP seine Beteiligung...

 
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