Pharmaumsatz steigt um 18 Prozent
Krebs- und Grippemittel stärken Roche

Starke Zuwächse bei Krebsmedikamenten sowie ein Umsatzsprung bei dem Grippemedikament Tamiflu haben dem Roche-Konzern ein unerwartet starkes erstes Quartal beschert.

HB FRANKFURT/M. So stieg der Konzernumsatz um 14 Prozent auf knapp 8,1 Mrd. Franken (5,2 Mrd. Euro), der Pharmaumsatz um 18 Prozent auf 6,1 Mrd. Franken. Währungsbereinigt legte das Arzneimittelgeschäft sogar um 22 Prozent zu, dreimal so stark wie der Weltmarkt.

Der Schweizer Konzern hat daraufhin die Ertragsprognose für seine Pharmasparte angehoben und rechnet nun mindestens mit einer Gewinnmarge auf Vorjahresniveau. Bisher hatten die Planer einen leichten Rückgang der Rendite nicht ausgeschlossen, weil aufwendige Neueinführungen bevorstehen und das Antibiotikum Rocephin im Jahresverlauf den Patentschutz verliert.

Zur starken Performance trägt zum einen das Grippemittel Tamiflu bei, dessen Umsatz sich im ersten Quartal vervierfachte. Hier profitierte Roche von einer Grippewelle in Japan. Zudem haben mehrere Länder Großaufträge für das Medikament erteilt, um Vorräte für den Fall einer Grippe-Pandemie anzulegen.

Für starken Schub sorgten ferner die Krebsmedikamente aus dem Programm der US-Tochter Genentech, allen voran das neue Darmkrebsmedikament Avastin, dessen Umsatz sich nahezu versechsfachte.

Das amerikanische Biotechunternehmen, an dem Roche eine Kapitalmehrheit von rund 55 Prozent hält, gewinnt damit immer größere Bedeutung für den Baseler Pharmakonzern. Genentech alleine verbuchte im ersten Quartal ein Umsatzplus von 55 Prozent auf knapp 1,2 Mrd. Dollar. Und vor allem Avastin dürfte weiterhin stürmische Zuwächse verzeichnen, nachdem Studien inzwischen auch die Wirksamkeit des Mittels bei Brust- und Lungenkrebs bestätigt haben.

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