Piëch-Nachfolge
Familien sind sich bislang nicht einig

Ferdinand Piëch könnte bald sein Aufsichtsratsmandat in der Porsche-Holding verlieren. Doch noch laufen die Gespräche innerhalb der Familie. Bis Mitte April muss allerdings eine Entscheidung fallen.
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HamburgDie VW-Familieneigner Porsche und Piëch haben noch nicht über die Neubesetzung des Aufsichtsrats der Porsche SE entschieden. Das Thema sei am Mittwoch nicht im Aufsichtsrat behandelt worden, sagte ein Sprecher. Über eine mögliche Neubesetzung muss der Kontrollrat bis zum 18. April entscheiden. Spätestens dann muss die Einladung zur Hauptversammlung am 30. Mai versandt werden. Die Holding, über die die Porsches und Piëchs die Mehrheit an dem Wolfsburger Autokonzern halten, hatte vor knapp zwei Wochen mitgeteilt, dass der im Streit ausgeschiedene Firmenpatriarch Ferdinand Piëch mit den Familien über den Verkauf seiner Anteile verhandelt.

Die Porsche SE machte keine Angaben über den Fortgang der Verhandlungen mit Piëch. Reuters hatte unlängst von einem Insider erfahren, dass die Trennung möglichst bald über die Bühne gehen soll. Die Verhandlungen sollen weit fortgeschritten sein. Es wird damit gerechnet, dass sich Piëch bei einem Verkauf aus dem Aufsichtsrat der Familienholding zurückzieht. Der bald 80-jährige Enkel des „Käfer“-Konstrukteurs Ferdinand Porsche hält über Stiftungen insgesamt 14,7 Prozent der Stammaktien der Familienholding, die mit gut 52 Prozent die Mehrheit an Volkswagen hält.

Sein Ausscheiden dürfte einen Generationswechsel in den Familien einleiten. Bisher halten Wolfgang Porsche und Piëchs jüngerer Bruder Hans Michel Piëch die Fäden in der Hand.

Der Aufsichtsrat der Porsche SE verlängerte den Vertrag von Vorstandschef Hans Dieter Pötsch um fünf Jahre bis November 2022. Pötsch leitet zugleich den Aufsichtsrat von Volkswagen. Der Vertrag von Philipp von Hagen, der für die Beteiligungen der Holding zuständig ist, wurde um drei Jahre bis Februar 2021 verlängert.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

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