Pläne der Bundesregierung
Elektroautos sollen auf die Busspur

Die Politik will Elektroautos fördern: Fahrzeuge mit Stromantrieb sollen künftig auf der Busspur fahren dürfen, zudem sind besondere Parkplätze geplant. Auch einige Hybridautos profitieren.
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BerlinBundesverkehrs- und Bundesumweltministerium haben sich auf Eckpunkte für ein Elektromobilitätsgesetz verständigt. Darin wird erstmals festgelegt, welche Art von Fahrzeugen künftig als Elektroautos gelten und deshalb Vorteile erhalten.

„Neben reinen Elektrofahrzeugen wollen wir auch die besonders alltagstauglichen Plug-In-Hybride privilegieren – sofern sie einen echten Umweltvorteil aufweisen“, bestätigte Bundesumweltministerin Barbara Hendricks (SPD) dem Handelsblatt (Freitagausgabe). „Voraussetzung dafür ist, dass ihre elektrische Reichweite groß genug ist, um Alltagsfahrten emissionsfrei zu bewältigen.“ Eine Plakette sollen Modelle erhalten, die entweder maximal 50 Gramm Kohlendioxid je Kilometer ausstoßen oder aber mindestens 30 Kilometer rein elektrisch fahren können. Den Entwurf des Elektromobilitätsgesetzes müssen die Minister noch abzeichnen.

Die deutschen Hersteller wollen in diesem Jahr 16 Modelle auf den Markt bringen. „Bis zum Jahr 2017 werden fast alle Plug-In-Hybride umfasst sein“, sagte Hendricks. Ab 2018 sollen dann verschärfte Anforderungen gelten. Dann muss ein Fahrzeug 40 statt 30 Kilometer elektrisch fahren können. „Damit geben wir den Herstellern genügend Zeit, noch bessere Batterien zu entwickeln“, sagte die Ministerin.

Halter von Elektrofahrzeugen mit Plakette sollen im Straßenverkehr profitieren. In einer ersten Stufe sollen die Fahrer Busspuren mitbenutzen dürfen und Sonderparkplätze nutzen können. In einem zweiten Schritt will der Bund Details wie Haftungsfragen oder Regeln zum Aufbau von Ladesäulen festlegen.

Dr. Daniel Delhaes
Daniel Delhaes
Handelsblatt / Korrespondent

Kommentare zu " Pläne der Bundesregierung: Elektroautos sollen auf die Busspur"

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  • ...und jeder, der seine sieben Sinne beisammen hat, hat auch mittlerweile begriffen, das Öl eine kostbare und endliche Ressource ist (Stichwort "PeakOil") die man andernorts weitaus sinnvoller einsetzen kann, als sie in den Tank zu kippen, wo circa 70% als Abwärme verpuffen. Aber Hauptsache immer schön bequem, ihre Gewohnheiten umstellen können dann die anderen.

    @Marc_Hofmann
    Hier braucht man eigentlich nur Volker Pispers zitieren:
    "Wir retten jetzt erstmal die Arbeitsplätze. Ob wir einen Planeten wirklich brauchen, das ist doch wissenschaftlich noch gar nicht erwiesen."

    Na denn "Gute Nacht!" Bleibt nur zu hoffen, dass die Zeit derart antiquierte Einstellungen von alleine beseitigt.

  • @Wolfsfreund
    Mit Ihrer Logik hätte sich niemals ein nur wenige Kilometer schaffendes, unglaublich teures Automobil gegen ein günstiges Pferd durchgesetzt, welches an jeder Stelle im Überfluss vorhandenes Futter aufnehmen konnte im Gegensatz zu damals nicht existierenden Möglichkeiten Benzin zu tanken und fast überall entlang kam, denn es gab noch keine Autostraßen.

  • Schauen Sie mal nach den staatlichen Förderungen der "Nischenprodukte" Braunkohle- und Atomstrom. Ihre "Windmühle" genannte Art Strom zu erzeugen ist keinesfalls mehr Scheinmarkt als herkömmliche Energieproduktion.
    Erst informieren, dann seine Meinung kund tun...

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