Porsche, Ferrari, Maserati
Im Rausch der Rendite

Anfang der 1990er-Jahre war Porsche noch von der Pleite bedroht. Jetzt fahren die Stuttgarter der Konzernmutter VW bei der Rendite davon. Und auch Ferrari oder Maserati sind so erfolgreich wie nie. Woran liegt das?
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StuttgartAn diesem Freitag hat Porsche seine Jahreszahlen präsentiert. Und die sorgen einmal mehr für gute Laune bei der VW-Tochter. Der Sport- und Geländewagenbauer fuhr operativ ein Plus von 13,9 Prozent auf 3,9 Milliarden Euro ein – für einen relativ kleinen Autobauer mit etwa 28.000 Mitarbeitern eine sehr hohe Zahl. 2017 könnte das Ergebnis stagnieren – allerdings auf sehr hohem Niveau. Wie gut es läuft, lässt sich auch am Rendite-Wert ablesen: Je 100 Euro Umsatz blieben 17,40 Euro als Betriebsgewinn hängen. Ein Jahr zuvor waren es 15,80 Euro.

Zum Vergleich: Bei der VW-Kernmarke - beispielsweise beim Verkauf von Golfs - war es nur etwa ein Zehntel davon (rund 1,80 von 100 Euro Umsatz). Zugegeben: Der Vergleich hinkt, denn die Margen im Massengeschäft sind generell niedriger. Aber selbst Audi , der zweite wichtige Ertragsbringer im Volkswagen-Reich, kommt nur auf 8,20 Euro, also nicht mal die Hälfte der Porsche-Rendite.

Und auch Ferrari und Maserati sind auf Erfolgskurs: Die Verkaufszahlen steigen, von ihren Renditen können Manager anderer Autofirmen nur träumen. Warum sind die PS-strotzenden Spritschlucker so begehrt wie noch nie, trotz Klimawandel-Sorgen und Tempolimits auf den allermeisten Straßen der Welt?

Autoexperte Peter Fuß vom Beratungsunternehmen EY hat dafür eine simple Erklärung parat: „Das ist auch ein Statussymbol - ich kann zeigen, dass ich mir einen Sportwagen vor die Tür stellen kann.“ Die Perspektiven der Branche seien rosig, denn: „Es gibt auf der Welt immer mehr reiche Menschen, ob in China oder in Russland – die potenzielle Käuferschaft wächst also stetig.“

Ein Rechenbeispiel: Ein Porsche 911 Carrera kostet grob gesagt 110.000 Euro. Das heißt, dass die Stuttgarter Firma pro neuem 911er, den man auf deutschen Straßen sieht, rein statistisch gesehen 18.700 Euro operativen Gewinn gemacht hat. Das Beispiel ist zwar unscharf, weil Porsche einen Teil seines Gewinns auch mit Finanzdienstleistungen wie Leasingverträgen macht. Zudem stellt Porsche auch Geländewagen her. Trotzdem: PS-starke Autos zu bauen ist überaus lukrativ.

„Unsere Kunden sind bereit, für hohe Qualität auch Geld in die Hand zu nehmen“, sagt Porsche-Chef Oliver Blume. Doch die positiven Zahlen lägen am „strikten Kostenmanagement“: „Wir haben schwäbische Gene und drehen jeden Euro nicht nur zweimal, sondern dreimal um.“

Die Zahlen sorgen selbst bei der Konkurrenz für anerkennendes Nicken. „Das ist außergewöhnlich stark und eine Messlatte für die Branche“, sagt Maserati-Chef Reid Bigland über die Porsche-Rendite. Allerdings liege das Porsche-Gewinntempo doch eher am gegenwärtigen Boom bei Geländewagen. Seine Firma, die zum Fiat-Chrysler-Konzern gehört, ist ebenfalls im Aufwind - im vierten Quartal lag ihre Rendite bei elf Prozent, höher als zuvor. Der Gesamtschnitt 2016 lag bei 9,5 Prozent.

Kommentare zu " Porsche, Ferrari, Maserati: Im Rausch der Rendite"

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  • "Herr Alfred E. Neumann - 09.03.2017, 12:35 Uhr

    Liebe Kommentatoren, leider werden wir noch viereinhalb Jahre mit der psychopatologischen Zonenpfaffentochter oder dem Kriminellen Alkoholiker leben müssen.
    Handlungsunfähig werden wir gezwungen zuzuschauen wie dieses großartige Land zugrunde gerichtet wird!"

    @HBO
    das ist sogar unter meinem Niveau.
    Ich bin zwar ein glühender Anhänger von Trump und Putin, und sehe für unser Reich nur die AFD als Rettung, aber das geht wirklich zu weit.
    Bitte Neumann entfernen, der ist ja wohl MAD! Danke

  • Ich habe volles Verständnis für jeden, der sein Geld raushaut, und versucht, noch einen Rest Spaß am Leben zu haben. Wozu Geld investieren? Der "Staat" ändert die Gesetze, die Investition ist futsch. Wozu Geld Investieren? Wenn ich erfolgreich bin, werde ich doch noch mehr geplündert. Wozu Geld investieren? Wenn ich erfolgreich bin, werde ich beneidet und diffamiert. Wozu investieren? Die GrünIrren sind schon wieder dran, Einkommens- Erbschafts-Vermögenssteuern zu reanimieren oder hochzusetzen. Also, Geld raushauen wo es geht. Nach mir die Sintflut.

  • Ein weiteres Indiz für die fortschreitende Ungleichheit bei der Vermögensverteilung im Volk.

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