Porsche
Panamera soll 2100 Arbeitsplätze bringen

Porsche will Jobsucher und Autofahrer gleichermaßen beglücken. Der Sportwagenhersteller bringt das neue Sport-Coupé Panamera auf den Markt; für die Fertigung sollen 2100 neue Arbeitsplätze entstehen.

HB STUTTGART/LEIPZIG. Das kündigte Vertriebsvorstand Klaus Berning im Gespräch mit der Fachzeitschrift "auto motor und sport" (Stuttgart) an, die am Mittwoch erscheint. "Allein durch die Montage des Panamera werden rund 600 neue Jobs in Leipzig geschaffen. Die Rekrutierung beginnt gerade", sagte Berning. An den Standorten Zuffenhausen und Weissach kämen bis 2009 rund 400 neue Arbeitsplätze hinzu. Bei Zulieferern werde der viertürige Panamera für weitere 600 neue Stellen sorgen.

Auch Partner Volkswagen werde von dem neuen Modell profitieren: "Im VW-Werk Hannover werden 500 Mitarbeiter die Karosserien produzieren und lackieren." Im ersten vollen Produktionsjahr 2010 will Porsche in Leipzig 20 000 Modelle produzieren. Bei Bedarf könne diese Anzahl aber auch gesteigert werden. "Selbstverständlich haben wir - so wie bei allen anderen Baureihen - eine flexible Produktion, wenn es die Marktnachfrage erfordert", sagte Berning der Zeitschrift.

Spekulationen über eine fünfte Baureihe, wie etwa einen kompakten Geländewagen unterhalb des Cayenne, wies Berning zurück. "Das Thema ist nicht einmal im Vorstand diskutiert. Wir laufen keinen Volumenzahlen hinterher, sondern wollen mit jedem Auto Geld verdienen. Je größer das Segment, desto schwieriger ist das. Deswegen ist ein kleiner SUV sicher nicht der Weg, den Porsche gehen wird."

Der Automanager sieht trotz des schwachen Dollars keine Notwendigkeit, im größten Absatzmarkt USA eine eigene Fertigung - etwa im geplanten US-Werk von Volkswagen - aufzubauen. "Da gibt es keine konkreten Pläne: Es bringt uns auch nichts, ein Auto in den USA montieren zu lassen, wenn die Zulieferer in Deutschland und Europa sitzen. Wir sind bisher mit ?Made in Germany? sehr gut gefahren", sagte Berning. Trotz schwacher Absatzzahlen in den USA in den Monaten Februar und März zeigte sich der Manager zuversichtlich, dass 2008 das Vorjahresniveau erreicht wird.

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