Porsche und VW
Fusion in Gefahr

Die Ermittlungen gegen den früheren Porsche-Vorstandschef Wendelin Wiedeking und den Ex-Finanzchef Holger Härter dauert länger. Dadurch gerät der Zeitplan für die Fusion von Porsche und Volkswagen gerät in Gefahr.
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StuttgartDurch die länger als geplant andauernden Ermittlungsverfahren gegen zwei ehemalige Porsche-Vorstände sei die Wahrscheinlichkeit, die Fusion wie bisher vorgesehen im laufenden Jahr auf den Weg zu bringen, von 70 auf 50 Prozent gesunken, teilte Porsche am späten Mittwochabend in Stuttgart mit. Das Projekt könnte aber auch ganz scheitern: „Kommt es zu wesentlichen Verzögerungen des Verschmelzungsprozesses gegenüber dem Zeitplan der Grundlagenvereinbarung, sinkt nach Einschätzung des Vorstands der Porsche SE auch die Wahrscheinlichkeit eines Gelingens der Verschmelzung insgesamt“, hieß es in der Erklärung weiter.

Der frühere Porsche-Vorstandschef Wendelin Wiedeking und sein Finanzchef Holger Härter waren wegen ihrer Finanzspekulationen ins Zwielicht geraten. Sie hatten versucht, Volkswagen zu übernehmen.

Der Vorstand der Porsche SE selbst geht derzeit allerdings trotz der juristischen Probleme weiter davon aus, dass eine Verschmelzung - gegebenenfalls auch noch nach 2011 - gelingen kann. Mit dem Abschluss der Ermittlungsverfahren gegen die früheren Porsche-Vorstände sei frühestens zu Beginn des Jahres 2012 zu rechnen. Der Ausgang der Verfahren habe Bedeutung für die zum Zwecke der Verschmelzung der Porsche SE auf die Volkswagen AG vorzunehmende Bewertung möglicher Schadensersatzansprüche wegen angeblicher Marktmanipulation. „Die in der Grundlagenvereinbarung vorgesehenen rechtlichen und steuerlichen Prüfungen der Verschmelzung der Porsche SE auf die Volkswagen AG werden sich dadurch voraussichtlich verzögern.“

Damit verringere sich aus Sicht des Porsche Vorstands auch die Wahrscheinlichkeit, dass die Verschmelzung noch im Zeitplan der Grundlagenvereinbarung gelingen wird - die erforderlichen Hauptversammlungsbeschlüsse zur Verschmelzung also noch in 2011 gefasst werden -, von bisher 70 Prozent auf 50 Prozent.

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