Porzellanhersteller
Insolvenzverwalter sieht Rosenthal gesichert

Hoffnung für die Mitarbeiter von Rosenthal: Der insolvente Porzellanhersteller steht nach Angaben des Insolvenzverwalters nicht vor dem Zusammenbruch. Risiken bleiben aber.

HB MÜNCHEN. Der Umsatz der Traditionsfirma liege voll im Plan, teilte Volker Böhm am Mittwoch mit. "Die Fortführung des Unternehmens ist aktuell auch ohne einen Verkauf gesichert", betonte der Insolvenzverwalter. "Auch die Zahlung der Löhne und Gehälter ist nicht gefährdet."

Böhm sagte, er erwarte bei dem Unternehmen aus dem oberfränkischen Selb weiterhin einen Umsatzrückgang im laufenden Geschäftsjahr um 15 Prozent. Das sei bereits in den vergangenen Monaten der Fall gewesen. Die Liquiditätssituation sei gut. "Entgegen der grob falschen Angabe in einem aktuellen Pressebericht betragen Bankguthaben und Kassenbestand der Rosenthal AG 18,8 Mio. Euro, zusammen mit den kurzfristig zu erwartenden Zahlungseingängen sogar rund 27 Mio. Euro." Er wies damit einen Bericht der "Süddeutschen Zeitung" zurück, die in ihrer Mittwochausgabe von einem Kassenbestand von 15 500 Euro berichtet hatte.

Der rückläufige Auftragseingang sei in der Wirtschaftskrise normal, weil der Handel kurzfristiger plane und bestelle. Die Bestellungen kämen nur etwas später, so dass der angestrebte Umsatz trotzdem erreicht werde.

Böhm verhandelt seit mehreren Monaten mit dem italienischen Kochgeschirrhersteller Sambonet Paderno über eine Übernahme von Rosenthal. Die Italiener sollen das Unternehmen über den Weg einer Auffanggesellschaft und daher ohne Altschulden erwerben. Er hoffe auf einen Abschluss mit Sambonet noch im Frühjahr, bekräftigte der Insolvenzverwalter.

An der Finanzierung einer Transfergesellschaft für die zu entlassenden Mitarbeiter werde weiter gearbeitet. Im Falle eines kurzfristigen Verkaufs des Unternehmens soll die Transfergesellschaft aus dem Verkaufserlös bezahlt werden. Alternative Finanzierungsmöglichkeiten würden noch geprüft.

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