Potash-Übernahme
Sinochem wartet auf Zustimmung Kanadas

Der chinesiche Chemiekonzern Sinochem will offenbar nur bei einer Zustimmung der kanadischen Regierung eine milliardenschwere Offerte für den Düngemittelkonzern Potash abgeben. Der Staatskonzern sei bereit, für das kanadische Unternehmen zu bieten, sofern er positive Signale aus Ottawa erhalte, sagten mit der Angelegenheit vertraute Personen.
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HB NEW YORK/TORONTO. Sinochem müsste mit seinem Angebot die Offerte des australischen Bergbaukonzerns BHP Billiton für Potash von 39 Mrd. Dollar überbieten. Die kanadische Provinz Saskatchewan, in der Potash seinen Hauptsitz hat, zieht Medienberichten BHP den Chinesen vor.

Die Zeitung „Global an Mail“ hatte zuvor berichtet, dass Sinochem im Falle einer Übernahme außergewöhnliche Zugeständnisse machen wolle. Demnach solle Sinochem der kanadischen Regierung eine „goldene Aktie“ angeboten haben, die ein Vetorecht bei wichtigen Entscheidungen beinhalte. Vertreter der Provinz Saskatchewan hatten Bedenken gegen einen Kauf durch einen chinesischen Konzern geäußert, da sie Steuerausfälle in Milliardenhöhe befürchten.

Sinochem müsste einem früheren Medienbericht zufolge 40 bis 60 Mrd. Dollar zusammenbekommen, um das bestehende BHP-Gebot zu übertrumpfen. BHP stößt mit seiner Offerte bei Potash auf erbitterten Widerstand. Sinochem ist der Mutterkonzern des chinesischen Düngemittelherstellers Sinofert und verfügte Ende 2009 über Vermögenswerte von 25 Mrd. Dollar. Zu den wichtigsten Konkurrenten von Potash zählt die deutsche K+S.

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  • die Chinesen haben einen gewaltigen Einfluss in Kanada. Die kanadische Regierung ist ueber Jahre hinweg Speichellecker der Chinesen geworden, um Kapital ins Land zu bringen.
    besonders die Rohstoffe werden im grossen Stil verschleudert, an China und die USA.

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