Preiskampf im Inland
Moksel sieht Wachstumschancen im Export

Nach der Übernahme durch den niederländischen Branchenriesen Bestmeat sieht der Fleischkonzern Moksel seine Wachstumschancen vor allem im Ausland. Moksel-Chef Uwe Tillmann sagte am Dienstag in München: „Weltweit bleibt Fleisch ein Wachstumsmarkt."

HB MÜNCHEN. Die Erzeugung sei weltweit im vergangenen Jahr um drei Prozent auf 251 Millionen Tonnen gestiegen. Der Inlandsmarkt sei dagegen weiter hart umkämpft. Der Einstieg der Discounter in den Fleischverkauf habe den Marktdruck noch erhöht.

Moksel steckte jahrelang in einer existenziellen Krise. Mit der Übernahme durch die Niederländer, inzwischen zweitgrößter Fleischkonzern Europas, im vergangenen Jahr haben sich die Schuldensituation und die Eigenkapitalausstattung deutlich verbessert. Derzeit hält Bestmeat 89 Prozent der Anteile an der A. Moksel AG (Buchloe). Eine weitere Aufstockung und ein möglicher Rückzug von der Börse sind laut Tillmann derzeit nicht absehbar.

Im ersten Quartal dieses Jahres konnte Moksel den Umsatz wegen der gestiegenen Auslandsnachfrage um drei Prozent auf 444,7 Millionen Euro steigern. Knapp ein Drittel des Geschäfts entfällt mittlerweile auf den Export. Im Gesamtjahr rechnet Tillmann mit leicht steigenden Erlösen. Beim Ergebnis werde Moksel zwar von Synergien innerhalb des Bestmeat-Imperiums profitieren. Wegen des Preisdrucks in Deutschland erwartet der Vorstandsvorsitzende aber nur ein operatives Ergebnis in etwa auf Vorjahresniveau.

Der Trend zu vorverpacktem Fleisch wird sich nach Einschätzung Tillmanns fortsetzen. Im vergangenen Jahr sei der Marktanteil bei den Privatkunden auf 35 Prozent gestiegen, in den nächsten Jahren sei ein Anstieg auf bis zu 70 Prozent möglich. „Natürlich muss man da dabei sein.“ Allerdings sei der Preiskampf derzeit brutal. Seit dem Einstieg der Discounter in den Markt hätten die Konkurrenten die Preise oftmals drastisch gesenkt.

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