Preisspanne für die Aktien wird am Freitag veröffentlicht
Stromkonzern EDF geht an die Börse

Frankreichs Regierung macht beim umstrittenen Börsengang vom Stromversorger EDF jetzt Tempo. Bereits diesen Freitag soll die Zeichnungsfrist für den größten Börsengang in Frankreich anlaufen, teilte am Montag Frankreichs Finanzminister Thierry Breton mit.

PARIS. Der Staat will bis zu 15 Prozent an EDF per Kapitalerhöhung verkaufen. Der Erlös wird laut Breton „maximal sieben Mrd. Euro" betragen. Am 21. November soll die Aktie das erste Mal an der Börse gehandelt werden. Der Gesamtwert des Unternehmens wird auf rund 47 Mrd. Euro geschätzt.

EDF ist zusammen mit der deutschen Eon Europas größter Stromversorger. Um die Teilprivatisierung des Staatsunternehmens hat es jahrelanges Tauziehen gegeben. Die Gewerkschaften und die Opposition wehren sich mit Händen und Füßen gegen den Börsengang. Die Energieversorgung Frankreichs sei zu wichtig, um sie in private Hände zu geben, so ihr Argument.

Ein Gesetz aus dem Jahr 2004 erlaubt dem Staat indes, bis zu 30 Prozent des Kapitals zu verkaufen. Die Regierung wolle laut Premierminister Dominique de Villepin „dauerhaft" diesen Spielraum nicht nutzen. „Meine Überzeugung ist es, dass der Staat dauerhaft EDF kontrollieren muss", sagte er.

Die Regierung hat EDF einige Auflagen gemacht, um der Kritik an den Privatisierungsplänen zu begegnen. Der Staat schloss am Montag mit dem Unternehmen einen Vertrag zur Grundversorgung Frankreichs mit Energie ab. Darin verpflichtet sich EDF unter anderem, seine Strompreise für Privathaushalte in den kommenden fünf Jahren nicht stärker als die Teuerungsrate zu erhöhen.

Gleichzeitig verpflichtet sich EDF, 40 Mrd. Euro in den kommenden fünf Jahren zu investieren, 30 Mrd. Euro dieser Investitionen sollen in den kommenden drei Jahren erfolgen. Davon sollen rund die Hälfte in Frankreich ausgegeben werden. In den Unterlagen an die Börsenaufsicht AMF war noch von einem Investitionsvolumen von 26 Mrd. Euro in drei Jahren die Rede.

EDF-Chef Pierre Gadonneix kündigte an, dass EDF in den kommenden fünf Jahren neue Kapazitäten von 5000 Megawatt schaffen wolle. Das entspräche der Leistung von fünf Kernkraftwerken. Darüber hinaus will das Unternehmen weitere Mittel in den Ausbau des Stromnetzes stecken.

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