Preisverfall und Geburtenrückgang
Umsatzeinbruch bei Spielwaren in 2005

Das Jahr 2005 war kein gutes für die Spielwarenindustrie. In Deutschland hat der Gesamtmarkt für Spielwaren im vergangenen Jahr seine Talfahrt fortgesetzt und ist nach Branchenangaben um rund fünf Prozent eingebrochen.

HB NÜRNBERG. Wie der Fachhandelsverbund Idee und Spiel am Donnerstag in Nürnberg mitteilte, sank der gesamte Branchenumsatz auf etwa 2,6 Milliarden Euro. Der Markt habe insbesondere mit anhaltendem Preisverfall und Geburtenrückgang zu kämpfen, erklärte der Geschäftsführer des Verbundes, Otto Umbach.

Die bei Idee und Spiel zusammengefassten 874 Spielzeughändler in Deutschland hätten sich jedoch trotz einem Umsatzminus von 1,8 Prozent besser als der Markt entwickelt. Demnach erzielten die angeschlossenen Händler 2005 mit Spielwaren, Modellhobby-Artikeln und Videospielen einen Umsatz von rund 440 Millionen Euro. „Allein der massive Umsatzeinbruch beim größten Modellbahn-Hersteller Märklin hat das beste Umsatzergebnis in der Idee-und-Spiel-Geschichte verhindert“, sagte Umbach. Die zum Teil deutlichen Zuwächse etwa mit Video- und Computerspielen hätten diesen Verlust nicht ausgleichen können. Im laufenden Jahr will der Fachverband aus Hildesheim weiter wachsen. Der Marktanteil von etwa 36 Prozent am deutschen Fachhandel und 16 Prozent am Gesamtmarkt solle weiter ausgebaut werden.

Wachstumsimpulse sieht der Geschäftsführer vor allem durch neue Produkte. „Neuheiten sind längst überlebenswichtig“, betonte Umbach. Inzwischen würden etwa 55 Prozent der Umsätze mit Produkten erzielt, die es im vergangenen Jahr noch nicht gegeben habe und von denen es die meisten im nächsten Jahr nicht mehr geben werde. „Nur etwa zehn Prozent aller neu vorgestellten Artikel überleben das zweite Jahr“, sagte Umbach. Entsprechend erwartet er auch von der Fußball-Weltmeisterschaft mit ihren zahlreichen Lizenzprodukten eine Belebung des Geschäfts. „Wir hoffen, dass die Fußball-WM viele Impulse bringt“, sagte Umbach.

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