Premiumautobauer
Audi schlägt sich besser als BMW und Daimler

Uneinheitliches Bild bei den deutschen Premiumautobauern: Der Absatzeinbruch der Autobranche hat BMW und Daimler im April weit härter getroffen als den Konkurrenten Audi. Bei beiden hat sich die Talfahrt nahtlos fortgesetzt. Dennoch gibt es unterschiedliche Rektionen aus München und aus Stuttgart.

HB DÜSSELDORF. Bei BMW sackten die Verkäufe um 23,8 Prozent auf 101 589 Fahrzeuge ab, während Audi mit einem Minus von 5,6 Prozent auf 81 923 Autos vergleichsweise glimpflich davonkam, wie die Autobauer am Freitag in München und Ingolstadt mitteilten. Bereits am Donnerstag hatte Daimler ein Absatzminus von 23,6 Prozent für den April bekannt gegeben.

Seit Jahresbeginn hat Audi ein Absatzminus von 13,6 Prozent hinnehmen müssen, BMW einen Rückgang von 21,9 Prozent und Daimler sogar sogar von 23 Prozent.

Besonders deutlich wird der Unterschied zwischen BMW und Audi beim jeweils wichtigsten Auslandsmarkt der Unternehmen. Für Audi ist das China, wo das Unternehmen im April mit 12 156 verkauften Autos ein Plus von 21,2 Prozent und einen Absatzrekord melden konnte. BMW verlor in seinem wichtigsten Auslandsmarkt USA dagegen drastisch: Der Verkauf brach um 41,3 Prozent auf 15 705 Fahrzeuge ein und entwickelte sich damit schlechter als der US-Gesamtmarkt, der um 34 Prozent absackte. Audi verlor in den USA 9,3 Prozent auf 7 010 Autos.

"Die Lage auf den internationalen Automobilmärkten ist unverändert schwierig", erklärte BMW-Vertriebsvorstand Ian Robertson. Der Absatz der Kernmarke BMW sank weltweit im April um 24,6 Prozent auf 84 218 verkaufte Autos, bei Mini um 19,3 Prozent auf 17 320. Auch Rolls-Royce, die Luxusmarke im BMW-Konzern, bekam die Absatzkrise zu spüren und verkaufte mit 51 Limousinen 37 weniger als im Vorjahresmonat.

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