Probleme beim Autobauer
Renault-Chef schreitet stur voran

Bei Renault läuft es derzeit alles andere als rund: Die Kunden wandern ab, Partner Nissan schwächelt und letzlich verdient der französische Autobauer weniger Geld. Renault-Chef Carlos Ghosn hält dennoch am Gewinnziel für das laufende Jahr fest. Kritik prallt an ihm ab.

PARIS. „Wir werden eine operative Marge vom Umsatz von 3 Prozent ausweisen“, sagte Goshn bei der Vorstellung der Jahresergebnisse am Donnerstag. Dabei sei das erste Halbjahr wie das Gesamtjahr 2006 von Rückgängen bei Absatz und Gewinn geprägt, „im zweiten Halbjahr wird dann endlich unsere Produktoffensive greifen“. Das Jahresergebnis 2006 lag mit einem operativen Ergebnis von 1,06 Mrd. Euro (minus 20 Prozent) und einer Umsatzmarge von 2,56 Prozent leicht über der Marke von 2,5 Prozent, die Ghosn für 2006 versprochen hatte. Nach der Gewinnwarnung des Renault-Partners Nissan, der ebenfalls von Ghosn geführt wird, haben die Märkte erleichtert reagiert: Die Aktie legte über 1 Prozent zu.

Allerdings hat Ghosn sein Absatzziel für das Jahr 2009 relativiert. „Das Ziel, 800 000 Autos bis 2009 mehr zu verkaufen, ist keine Verpflichtung“, sagte Ghosn. Wichtiger als das Absatzziel sei das Margenziel von 6 Prozent vom Umsatz. „Das können wir auch erreichen, wenn wir nicht 800 000 Autos mehr als im Jahr 2005 verkaufen."

Vor einem Jahr hatte Ghosn seinen Wachstumsplan „Contrat 2009“ vorgestellt. Danach soll der Hersteller bis zu diesem Datum eine operative Marge von 6 Prozent ausweisen, 800 000 Autos mehr verkaufen und mit dem neuen Mittelklassewagen Laguna, der im nächsten Oktober auf den Markt kommt, bei der Qualität zu den Top-3-Modellen des Marktes zählen.

Nach dem Absatzrückgang im Jahr 2006 erscheint aber gerade das Absatzziel mehr und mehr ambitioniert: Im Vergleich zu 2005 sank der Absatz um rund 100 000 Autos, sprich, um den Plan zu erfüllen, müsste Renault nun 900 000 Autos mehr weltweit verkaufen.

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