Produktion kräftig angezogen
Stahlindustrie überwindet Flaute

Die deutsche Stahlindustrie hat ihre Flaute überwunden. In den Hüttenwerken zog die Produktion im Oktober kräftig an und lag erstmals über Vorjahresniveau.

dpa-afx WIESBADEN/DÜSSELDORF. Mit 4,07 Mill. Tonnen Stahl sei der Ausstoß gegenüber dem Vormonat um 12,4 Prozent gestiegen, teilte das Statistische Bundesamt am Mittwoch in Wiesbaden mit.

Gegenüber dem Vorjahresmonat legte die Produktion um 5,6 Prozent zu. Die bisherige Jahresproduktion reicht allerdings noch nicht an das Vorjahr heran: In den ersten zehn Monaten des Jahres wurden 37,39 Mill. Tonnen Stahl gekocht - das waren noch 3,6 Prozent weniger als im Vorjahreszeitraum.

"Die Stahlunternehmen reagieren auf die stark angestiegenen Auftragseingänge", sagte der Präsident der Wirtschaftsvereinigung Stahl, Dieter Ameling, in Düsseldorf. Die Aufträge hätten im dritten Quartal um elf Prozent über dem Vorquartal gelegen. "Die Sommerdelle scheint ausgebügelt zu sein", sagte Ameling. Der Ausblick auf das erste Quartal 2006 stimme zuversichtlich. Die Lagerbestände der Stahlabnehmer hätten sich inzwischen normalisiert.

Große deutsche Stahlkonzerne hatten zum Jahreswechsel mit Hinweis auf steigende Rohstoffkosten weitere Erhöhungen der Stahlpreise angekündigt. Die Thyssen-Krupp Steel AG erhöht ihre Stahlpreise zum 1. Januar 2006 um 20 Euro pro Tonne. Der Stahl- und Röhrenhersteller Salzgitter erwägt ebenfalls zum Januar kommenden Jahres die Preise für Flachstahl zu erhöhen.

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%